Zwischen zwei Welten

Gruppenbild vor einem Autokofferraum

Einerseits pflege ich enge Freundschaften in Deutschland und verfolge das Leben meiner Freunde aus der Ferne, andererseits stellt mich die Arbeit hier in Südafrika täglich vor enorme Herausforderungen.


Gott hat in beide Länder Schönheit und Einzigartigkeit hineingelegt – dafür möchte ich ein Auge haben.
Trotz der großen sozialen und gesellschaftlichen Unterschiede bin ich zutiefst dankbar, dass Gott uns nicht nach Hautfarbe oder Herkunft beurteilt, sondern jeden Menschen als wertvoll erachtet. Diese Überzeugung schenkt mir Kraft, auch schwere Situationen auszuhalten.

Erschütternd bis ins Mark


Trotzdem gibt es Momente, die mich bis ins Mark erschüttern: Da sitze ich mit einem Kind zusammen, das im Alter von 11 Jahren in der Nacht von seinem eigenen Vater gefesselt und in eine heruntergekommene Wellblechhütte verschleppt wurde. Dort schaute er zu, während es von mehreren Männern missbraucht wurde. Im Anschluss daran beobachtete die Tochter, wie ihr Vater für die Grausamkeit bezahlt wurde. Dann höre ich von Bekannten aus Deutschland, die sich über die Qualität ihres Urlaubshotels beschweren, weil es nicht ihren Erwartungen entspricht. Schließlich erhalte ich die erschütternde Nachricht, dass ein eineinhalbjähriges Kind Opfer eines abscheulichen Verbrechens wurde. Das unschuldige Wesen blutet und bekommt keine Hilfe, obwohl die Polizei informiert ist.


Gottes Perspektive einnehmen


In diesen Situationen möchte ich mir immer wieder Gottes Sicht schenken lassen und seine Kraft, um den unterschiedlichen Menschen mit seiner Liebe zu begegnen.

Salomes Arbeit unterstützen

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Salomes Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2026
Lastwagenfahrer sehen oft, was anderen verborgen bleibt. Durch ihre Hinweise können Kinder besser geschützt und Ausbeutung sichtbar gemacht werden.
Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2025
An einem der meistbefahrenen Truck-Stops Südafrikas haben wir Lastwagenfahrern zugehört – und waren erschüttert über das, was sie uns erzählten: Monate ohne Familie, tiefe Einsamkeit, Erlebnisse, die Spuren hinterlassen.
Icon
unterwegs | Ausgabe 1/2025
Lautstark klingt im Hintergrund das englische Lied „Greater things are yet to come, greater things are yet to be done in this city“, während wir nach Beaufort West hineinfahren, in eine Stadt, die geprägt ist von zerbrochenen Familien, Missbrauch, Vergewaltigung – und leider gilt sie als einer der Hauptumschlagsplätze für Kinderhandel in Südafrika.