Zwischen den Welten – über Kontinente hinweg Teil 2
Alles, was ich über Deutschland wusste, kam von den Zeiten, in denen wir als Familie im Heimatdienst waren, um Familie und Unterstützer zu besuchen. Das heißt, in meinem Kopf, zogen wir in das Land von Schnee, Gummibärchen und Nutella. Auch wenn es in Brasilien in der Schule und unter Freunden nicht immer einfach war, die „Alemoa“ , die Deutsche zu sein und nicht vollständig dazuzugehören, so hatte ich doch gute Freunde gefunden und gelernt, „Brasilianerin“ zu sein. Nun waren wir in Deutschland, und obwohl das theoretisch mein Heimatland war, fühlte ich mich doch wie eine Fremde. Neben den schulischen Herausforderungen aufgrund des fehlenden Lernstoffes musste ich mich auch an die sehr gottlose Kultur in Deutschland gewöhnen. Ich erinnere mich, dass ich eine neue Freundin fassungslos fragte: „Wie, du glaubst nicht an Gott, Himmel und Hölle?“ Das war für die Leute in Brasilien noch viel selbstverständlicher.
Nun waren wir in Deutschland, und obwohl das theoretisch mein Heimatland war, fühlte ich mich doch wie eine Fremde.
Was mir geholfen hat, in Deutschland anzukommen, war weiterhin die Welt der Mission.. Da mein Vater Leiter der Vereinigten Deutschen Missionshilfe wurde, war ich in den nächsten Jahren stets von der mir vertrauten Welt der Missionare umgeben. Ich erinnere mich gerne an die vielen Missionsveranstaltungen und Missionarsbesuche. Gott hat auch in diesen „Zwischenjahren“ Grundsteine für meinen eigenen Missionsweg gelegt. Ich bin allen Menschen, die mit mir in diesen Jahren unterwegs waren, dankbar – ihr habt in meinem Leben Spuren hinterlassen.
In 2013 wurde es für mich richtig spannend – meine eigene Missionsreise begann. In Teil 3 könnt ihr lesen, wie es weitergeht – Zwischen den Welten – über Kontinente hinweg, Teil 3 (Auf nach Südafrika?).
