Zwischen den Welten – über Kontinente hinweg Teil 1
Geboren wurde ich in 1984 im Süden Deutschlands. Meine Eltern, Heinrich und Mathilde Finger, haben schon vor meiner Geburt einen Ruf in die Mission gespürt. In 1985 sind sie als Familie mit zwei Kindern, meinem älteren Bruder und mir nach Brasilien ausgereist. Meine beiden jüngeren Schwestern sind in Brasilien geboren.
„Mit großer Hingabe haben meine Eltern Kultur und Sprache gelernt und viel aufgegeben, um den Brasilianern Jesus nahezubringen.“
Über zwölf Jahre waren wir in Brasilien. Es war für mich eine besondere Zeit und hat sicherlich dazu beigetragen, dass ich selber Missionarin geworden bin. Was hat mich aus meiner Kindheit am meisten geprägt? Zum einen war es die große Liebe, die meine Eltern den Menschen entgegengebracht haben. Mit großer Hingabe haben sie Kultur und Sprache gelernt und viel aufgegeben, um den Brasilianern Jesus nahezubringen. Unser Haus war stets offen für Jeden und wir haben als Kinder alle die brasilianische Kultur und das Leben dort lieben gelernt. Das Leben weit weg von meinem Heimatland habe ich nie als Last, sondern immer als Privileg und Bereicherung empfunden. Die Brasilianer sind „Lebenskünstler“ und ihre „kreative Mentalität“ hat meiner eigenen kreativen Persönlichkeit entsprochen und ich habe viel in den Jahren meiner Kindheit gelernt.
Ich bin meinen Eltern dankbar. Für ihre Opferbereitschaft, ihre Liebe für ihre Familie und den Menschen denen sie gedient haben. Ich werde nie vergessen, wie sie Vertrauen in Gottes Fürsorge und Leitung gelebt haben.
In 1998 hat für mich ein neues Kapitel angefangen, als wir nach Deutschland gezogen sind. Wie es weitergeht könnt ihr in Teil 2 lesen - Zwischen den Welten – über Kontinente hinweg Teil 2 (Von Brasilien nach Deutschland – Chance oder Krise?)
