Zwischen Beruf und Familie
Inzwischen sind wir irgendwo angekommen. Das merken wohl auch die Menschen, denen wir dienen: Jetzt, im Alter, scheinen sich an manchen Punkten mehr Dienstmöglichkeiten aufzutun als in jungen Jahren.
„Der Pastor und seine Familie“
Neulich lud uns die Bezirksleitung einer Denomination zu einem zweitägigen Pastorenwochenende ein; unser Referat: „Der Pastor und seine Familie“. Menschen im Dienst für Gott stehen oft besonders unter Druck und Spannung zwischen Beruf und Familie: Die Gemeinde erwartet die perfekte Familie, die Mitarbeit der Ehefrau, ein vorbildliches Verhalten der Kinder trotz vieler Wohnungs- und Schulwechsel, die Gemeinde soll an erster Stelle stehen, und oft fehlt es in den Leitungsgremien an Verständnis. Unsere Tochter brachte es
einmal so auf den Punkt: „Ich will, dass man mich liebt und annimmt wegen dem, wer ich bin, und nicht aufgrund von dem, wie man mich als Missionarskind sieht.“
Eine wichtige Voraussetzung zum Dienst
Gerne gaben wir weiter, was wir auch selbst nie vergessen sollten: dass unser Leben, der Dienst, aber auch unsere Familie Gott verherrlichen dürfen (1 Petr 4,11). Gewiss ist die Berufung ein wichtiger Aspekt; laut biblischem Zeugnis ist aber auch das Verhalten in der Familie eine Voraussetzung für die Eignung zum Dienst und deshalb muss auch das
Unterstützung und sogar Priorität haben (1 Tim 3,4). Auf dieser Konferenz wollten wir die Pastoren dazu ermutigen – und sie waren dankbar dafür.
