Wie ein Engel uns die Tür öffnete

Seit Jahren betet unser Partnerverein, dass Gott die Türen öffnet zu einem Nachtclub und Bordell, damit sie mit den Frauen dort ins Gespräch kommen – und jetzt, Überraschung!, hat er eine muslimische Rezeptionistin gebraucht, um den Weg freizumachen: Sie bat uns, mit den Frauen zu sprechen, das würde ihnen guttun! Dies hat uns überdeutlich gezeigt, dass Gott in den dunkelsten Orten wirken kann. Als ich vor einigen Monaten unseren Partnerverein in der Stadt besuchte, traf ich auch Madri. Spontan fragte sie mich: „Salome, was machst du heute Abend?“ Sie erzählte mir, die Tür zum Bordell sei endlich offen, aber niemand wolle mit ihr gehen – ob ich mitkommen wolle? Ich versprach zu beten, Gott schenkte mir Frieden und da wusste ich, dass ich gehen sollte. An jenem Abend betraten wir das Bordell zum ersten Mal; seitdem haben wir viele bewegende Gespräche geführt.

Einige der Frauen dort kommen aus gläubigen Familien und wurden durch Entscheidungen oder äußere Umstände in diese Situation gedrängt. Es bricht mir das Herz, wenn ich die Bilder ihrer Kinder sehe und gleichzeitig die Realität, in der sie nun gefangen sind – hinter Gitterstäben, halbnackt, tanzend, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen (oder den ihres Zuhälters).

Vor Kurzem brachte ich kleine Handtücher mit Bibelversen aus Deutschland mit. Eine neue Frau, sie nennt sich „Angel“ (Engel), hat das sichtlich berührt. Sie erzählte uns ihre Geschichte: Als 16-Jährige wurde sie aus dem Kongo nach Südafrika gebracht. Mit Tränen in den Augen sagte sie: „Eigentlich sollte ich das tun, was ihr macht. Ich sollte von Jesus erzählen.“

Wir beten weiter, dass Gott diesen Frauen die Augen öffnet und sie echte Freiheit erleben.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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