Wenn Kinder ihre eigenen Wege gehen

So rutschte Christian als Teenager plötzlich in die Drogenszene ab und hängte die Schule an den Nagel (heute, sieben Jahre später, ist er in seinem letzten Jahr an der Uni!). MJ bringt mit 18 eine Freundin mit nach Hause. Immer und immer wieder heißt es für mich als alleinerziehende Mutter: vergeben und neu starten. Immer wieder ihnen mitteilen, dass sie geliebt sind, auch wenn sie Fehler gemacht haben. Mit ihnen durchhalten, auch in schweren Zeiten. Wir erleben gemeinsam, wie Gott Gebet erhört und wie Seine Hilfe nie zu spät kommt. Irgendwie färbt unser Leben auf das Leben der Kinder ab.

Sarah (20) und das Gerstenkorn

Das Geld ist knapp, da hat sie zum dritten Mal ein Gerstenkorn am Auge. Der Augenarzt sieht sofort: Da hilft nur eine sofortige Operation – wie schon zweimal zuvor. Sarah weiß, dass diese Operation sehr teuer ist und sofort bar bezahlt werden muss. Ich sehe förmlich, wie sie ihren Denkapparat anwirft. Das Ergebnis: „Diesmal brauche ich keine Operation, Herr Doktor. Bitte verschreiben Sie mir einfach eine Antibiotikasalbe und dann beten wir. Das wird auch ohne Operation wieder gut.“ Der Arzt runzelt die Stirn, stimmt aber zu. Drei Wochen danach ist das Gerstenkorn weg – ohne Operation! Ich in Deutschland (im Heimatdienst) und Sarah in Cebu City haben beide Gott gedankt für Seine Treue. Ohne mein Coachen und Beraten hat Sarah ganz allein und sehr spontan diese mutige Entscheidung getroffen und ihren Glauben bekannt. Sie durfte Gott am Werk erleben wie wir als Familie schon so oft. So machen sie nach und nach ihre eigenen Erfahrungen mit ihrem himmlischen Vater. Er führt das Werk zu Ende, das Er begonnen hat!

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Annemaries Blog

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unterwegs | Ausgabe 1/2025
Der kleine Junge mit den Flipflops rennt mit seinen 5 Pesos ( ca. 10 Cent) durch die engen Gässchen, bis er an der Hauptstraße zu seinem Lieblingsstand kommt, wo er sich den warmen Champorado (süßer Reisbrei) für sein Frühstück kauft. In der großen Familie in einem Armenviertel von Manila, in der er aufwächst, hat die Mutter oft nicht die Zeit, Frühstück zu kochen. Oft sitzt sie schon am frühen Morgen am öffentlichen Wasserhahn, bis sie ihre Eimer voll hat, um den Wäscheberg der Familie zu bewältigen.
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unterwegs | Mai 2024
Der Ruf Gottes in die Mission ist das eine; die Kündigung zum Personalchef zu bringen und alle finanziellen Sicherheiten hinter sich zu lassen, etwas ganz anderes. Meine Kolleginnen haben mich für verrückt erklärt.
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Online-Thema "Veränderung"
Rückblick Inzwischen bin ich 70 Jahre alt und kann zurückblicken auf 35 Jahre Missionsarbeit in den Philippinen. Das Ziel war, die Gute Nachricht von Jesus und die Liebe Gottes den Filipinos ...