Wenn Hoffnungslosigkeit eine ganze Nation zerstört
Ein Teil unserer Arbeit in Kobala ist der Besuch von Hauskreisen unserer AIC-Gemeinde. Jeden Donnerstag treffen wir uns in den Häusern, um gemeinsam zu singen, zu beten und die Bibel zu studieren. Das ist eine besondere Gelegenheit, mit den Kenianern ins Gespräch zu kommen und ihr Verständnis über verschiedenste biblische Themen zu entdecken.
Anders als in Deutschland, gibt es sehr wenige Kenianer, die die Bibel missachten. Sie räumen der Bibel sehr viel Wert ein, ihr persönliches Verständnis der Bibel ist aber sehr unterschiedlich.
Ist Gott hell- oder dunkelhäutig?
In einer unserer Hausgemeinschaften hatten wir einen Gast mit sehr vielen Fragen. Angesichts der Tatsache, dass wir Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurden, hat er gefragt, ob Gott dunkel- oder hellhäutig sei; seine Fragen führten weiter zur Geschichte von Noah, bei der Kanaan verflucht wurde. Da Ham, der Vater Kanaans, sich im Norden Afrikas ausgebreitet hat, ging der Kenianer davon aus, dass ganz Afrika mit diesem Fluch belegt sei, und so sei auch die schwarze Hautfarbe ein Fluch. Aufgrund dieses Fluches hätten die Kenianer von Gott nichts zu erhoffen.
Gottes Heil ist für alle da
Wie schön und ermutigend ist es zu wissen, dass Gott keine Unterschiede macht zwischen Nationen, Sprachen oder Hautfarben! Es ist herrlich, diese hoffnungsvolle Botschaft weiterzusagen; dass Gott auch für sie ein herrliches Jerusalem vorbereitet. Die Geschichte Afrikas zusammen mit falscher Bibelauslegung hat leider dazu geführt, die afrikanische Hoffnung auf ein ewiges Leben mit Gott zu beschädigen.
Wie dankbar können wir aber für das Neue Testament sein, das einem jeden die Hoffnung in Jesus Christus gibt, egal ob wir Sklaven oder Freie, Juden oder Griechen, Deutsche oder Kenianer sind (Gal 3,28).
