Wenn, dann mittendrin!

Seit Mitte 2019 war es mein Gebet und Herzenswunsch, bei Ambassadors Football einen Beitrag zu leisten zu einer besseren internationalen Zusammenarbeit. Zu Beginn meines Masterstudiums in interkultureller Führungsarbeit (Dez. 2019) wusste ich, dass meine Zeit in Südafrika zu Ende ging; gegen Ende des Studiums im Jahr 2021 dachte ich, ich würde in Deutschland bleiben: in Teilzeit für die missionale Arbeit einer Gemeinde und zusätzlich beratend für Ambassadors Football – so war mein Plan.

Aber beim Abschlussprojekt in Ruanda machte Gott mir deutlich:

Wenn ich wirklich etwas beitragen will zur Verbesserung länderübergreifender Zusammenarbeit, kann das nur von „mittendrin“ aus geschehen.

… so, wie Er Seinen Sohn in die Welt sandte. Also folgte ich dem Ruf Gottes in die internationale Hauptzentrale nach Ohio. Seit April 2022 arbeite ich dort an der Seite unseres Gründers und Internationalen Direktors Jonathan Ortlip.

Bis Gott in Ruanda meine Augen öffnete, hatte ich gedacht, Jon sei kein guter Leiter. Ich war überzeugt, er müsse sich grundlegend verändern – oder besser noch: durch jemand anderen ersetzt werden –, damit die Organisation weiterkommt. Ich hätte nicht falscher liegen können! Veränderung braucht es bei Ambassadors dennoch; nicht nur strukturell, sondern vor allem in Beziehungen, in anderen Menschen und in mir selbst.

Ein zentraler Teil meiner Aufgabe besteht darin, durch bessere Kommunikation Distanzen zu überbrücken, Verständnis zu fördern und Vertrauen aufzubauen. Das ist herausfordernd und ein ständiges Gebetsanliegen, vor allem, wenn man zu tun hat mit Menschen voller Frust, ungefilterter Kritik und weniger hilfreichen Lösungsansätzen für die internationale Leitung. In so manchem erkenne ich meine früheren Fehleinschätzungen wieder; da brauche ich euer Gebet und die Weisheit von oben, die geprägt ist von Demut und Sanftmut (Jakobus 3,13–18) – Jesu Charakterzügen eben.

Nähe ist wichtig und dass wir die Welt des anderen betreten; jede Reise, jeder Besuch machen für die Wirksamkeit meiner Arbeit einen großen Unterschied. Tragfähige Wege entstehen da, wo wir die Perspektiven der Menschen vor Ort ernst nehmen und gemeinsam Gottes Rat suchen. Wenn wir nah an Jesus sind, wenn sich unser Herz und unser Verhalten verändern und wenn wir uns von Seinem Geist leiten lassen, wird unsere Nähe für andere zunehmend zum Segen.

Bitte betet weiter für die weltweite Zusammenarbeit bei Ambassadors Football, um gute Schritte und um Lösungen, die aus der Nähe zu Gott und zu den Menschen erwachsen.

Rahels Arbeit unterstützen
Meinen Newsletter abonnieren

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Rahels Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

Icon
unterwegs | Ausgabe 1/2025
Um das herauszufinden, folgten eine Gruppe von Jungs Pastor Clinton bis in sein Haus. Es war der erfolgreiche Test dessen, was Pastor Clinton an diesem Tag im Januar 2023 gelernt hatte: Fußball bietet eine einzigartige Möglichkeit, die junge Generation zu erreichen!
Icon
unterwegs | November 2024
Inzwischen sind es in Kenia und Ruanda vier Gemeindeverbände, die die Fußballmission für sich entdeckt haben. Der Fokus auf 6–12-Jährige führt zur nachhaltigen Veränderung dieser Länder.
Icon
unterwegs | Mai 2024
Gerne würde ich notwendige Veränderung bei uns im weltweiten Team schneller vorantreiben oder auch erzwingen. Philip Yanceys Worte fordern mich zurzeit heraus: „Jesus wünscht sich, was ...