Was wir an unserer Gastkultur schätzen

Bei den Amerikanern schätzen wir ihr positives Denken, wo wir Deutschen eher zum Kritisieren neigen. Im Heimataufenthalt in Deutschland fällt mir (Birgit) auf, dass ich das Lächeln der Indonesier vermisse. Auch den kindlichen Glauben der Papuas finde ich inspirierend und erfrischend.

Papuas und Indonesier

Als internationales Helivida Team geht es uns momentan recht gut. Die Papuas arbeiten mit den Indonesiern gut zusammen, und auch in unserer Kirchengemeinde, wo Indonesier und Papuas sind, verträgt man sich. Dort singen wir immer wieder von der Liebe Gottes, die allen gleich gilt. Sonst gibt es zwischen den Indonesiern (Asiaten) und den Papuas (Ureinwohnern) leider großen Hass. Die meisten Papuas möchten von Indonesien unabhängig werden.

Feindesliebe und Vergebung

Als wir im September 2019 in Wamena eine Demonstration mit Ausschreitungen und vielen Toten hatten, war es trotz aller Gewalt gut zu sehen, dass manche Papuas ihre Häuser für die Indonesier öffneten, die sich auf der Flucht vor dem „Papua-Mob“ befanden. Läden und Wohnhäuser der Indonesier wurden von Papuas niedergebrannt. Unsere Gemeinde war, neben anderen Kirchen, ein Zufluchtsort für die, die alles verloren hatten. Für die Betroffenen wurde Geld gesammelt. Wie in der urchristlichen Gemeinde half man sich gegenseitig, egal welcher Herkunft man war.

Besonders bewegt hat mich, dass einer unserer Gemeindeältesten, ein Papua, die Indonesier im Gottesdienst stellvertretend für die Papuas um Vergebung bat. Er entschuldigte sich dafür, dass es zu dieser Ausschreitung kam. Wie schön, wenn man sich entschuldigen kann und nicht zu stolz dafür ist, damit andere heil werden können!

Gebetsanliegen:

  • Bitte betet, dass die Zahl der Covid-Erkrankten in Indonesien wieder sinkt, die Maßnahmen sich lockern, und wir nach Papua zurückreisen können.
  • Durch die Corona-Maßnahmen war unser Reisedienst eingeschränkt. Zudem sind einige von unseren treuen Spendern verstorben. Das reißt leider Lücken in unsere Unterstützung. Bitte betet, dass die Lücken sich wieder schließen.

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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