Was machst du eigentlich so?
Unsere Praktikanten vorzubereiten auf ihren viermonatigen Aufenthalt auf dem Land, wo sie Erfahrungen sammeln und von den Leuten lernen sollen, das ist schon seit vielen Jahren meine Aufgabe. Gerade hatten wir den Aussendungsgottesdienst mit ihren zukünftigen Pastoren; dabei wird vielen zum ersten Mal klar, dass jetzt der Ernst beginnt und jeder selber lernen muss, Verantwortung zu tragen. Mitte Mai werden sie dann mit viel Aufregung und Besorgnis ausreisen: Wie wird es wohl werden? Kann ich mein Wissen weitergeben? Kann ich mich in der total fremden Umgebung eingewöhnen?
Besonders arbeitsintensiv ist die Vorbereitung auf unser jährliches Landwirtschaftsfest vom 1.–4. Mai: Seit Wochen wird geplant, dann läuft der Countdown. Wir wollen den Besuchern unsere Arbeit vorstellen und dabei jeder Altersgruppe etwas Interessantes bieten. Außerdem sollen potenzielle Studenten auf uns aufmerksam werden.
Zum Schmunzeln:
„Gade ti granmoun saa!“ (Schaut mal diese alte Frau da an!) Dies hörte ich von einem Kindergärtner, der mit seiner Gruppe zu SEED kam und mich mit meiner Krücke laufen sah – ich war am Organisieren für unser Maifest. Tja, die meinten wohl mich!
Gebetsanliegen
Bewahrung in dieser so unsicheren und turbulenten Zeit in Haiti – seit Jahren hofft man immer wieder, dass es jetzt endlich besser wird; aber noch scheint keine Lösung in Sicht zu sein, ganz im Gegenteil: Das Chaos breitet sich immer weiter aus. Wie dankbar sind wir, dass wir unsere Arbeit immer noch relativ gut machen können!
Ermutigung: Betet auch dafür, daß wir nicht entmutigt werden, denn die Lage zehrt schon an unseren Kräften. Wir wollen aber immer wieder neu auf Gott schauen, wissend, dass er es ist, der unser Leben in der Hand hält. Danke für euer Mittragen.
