Was ist unser Ruf wert?

„Vertrau dich dem Herrn an und sorge dich nicht um deine Zukunft! Überlass sie Gott, er wird es richtig machen.“ Psalm 37,5

Seit 2012 sind wir als Missionare tätig, und wie damals wird unser Vertrauen auch 2021 bei einem Thema getestet, über das wir gar nicht gerne sprechen: das liebe Geld! Mit 400 Euro zogen wir 2012 los und hätten nie geglaubt, dass Gottes finanzielle Fürsorge bis 2021 reichen würde!

Armutshaltung

Warum Finanzen unser Gottvertrauen mehr als alles andere auf die Probe stellen, wurde uns erst vor ein paar Wochen klar: Wir schlagen uns herum mit einer haarsträubenden Armutshaltung bezüglich Gottes finanzieller Fürsorge. Immer waren wir (zu) stolz darauf, Verzicht zu üben, zurückzustecken und in diesem Sinne „für Christus zu leiden“; immerhin leben wir ja „auf Kosten anderer Menschen“.

Sparen und Vorsorge treffen darf man da natürlich nicht. Rente? Nur weil die VDM darauf besteht. Aber bitte nur das Nötigste! Aktuelles Thema: Schulkosten. Das geht zu weit! Immerhin ist die Schule in Deutschland umsonst. Wie können wir dann 11.000 Euro jährlich für Aodháns und Malins Thai/Deutsche Schule verantworten? Ist unser Ruf das wirklich wert? Sind wir das wert?

The Cost of the Calling

Der Preis der Berufung – durch diesen Slogan fielen uns unsere Armutshaltung und Selbstwertzweifel wie Schuppen von den Augen. Wir lernen nun, Gottes finanzielle Fürsorge biblisch zu sehen. Die wichtigste Erkenntnis dabei: Wir leben nicht auf Kosten anderer Menschen, sondern allein auf ,Gottes Kosten’! Ihm gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner (Ps 24,1). Fazit: Wenn Gott alles gehört, sind auch die Schulkosten kein Problem. Immerhin hat er uns hierher gerufen – und was Gott bestellt hat, wird er auch bezahlen.

Glauben wir schon? Oder hoffen wir nur?

Um ehrlich zu sein, ist das einfacher gesagt als geglaubt und oft hoffen wir mehr, als dass wir glauben. Unser Vertrauen auf finanzielle Versorgung wird täglich auf die Probe gestellt. Unser Gebetsanliegen ist deshalb, nach den Worten von Corrie ten Boom, unserem Glauben die richtige Nahrung zu geben, damit unsere Zweifel endlich verhungern und wir vertrauensvoll an Gottes finanzielle Fürsorge glauben.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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