Was bedeutet Heimat für ein TCK?

Zu den Vorteilen zählte ich (Gudrun) das ständige Unterwegssein und dass ich neue Orte, Gemeinden und Menschen kennenlernte – eine Horizonterweiterung! Besonders schätzte ich, dass wir meist herzlich aufgenommen wurden. Doch es gab auch Herausforderungen: Wenn man irgendwo neu ist und niemanden kennt – und die Unsicherheit, wie man sich in der jeweiligen Kultur richtig verhält. Oft fühlte ich mich, als würde ich nirgendwo wirklich dazugehören oder kein richtiges Zuhause haben. In Ecuador besuchten wir eine amerikanische Schule, eine spanisch-sprachige Gemeinde, zu Hause sprachen wir Deutsch. Mit 14 Jahren kam ich nach Paraguay in eine Mennoniten-Kolonie im Chaco (wo meine Mutter herkam). Zum ersten Mal fühlte ich mich richtig zu Hause, dort durfte ich die Schule abschließen.

Bei unseren fünf Kindern stellten wir Ähnliches fest

In Deutschland gehörten Schnee und Süßigkeiten sowie Tierpark- und Museumsbesuche zu den Highlights. In Paraguay genossen sie Wärme, Freiheit, das Spielen im Freien und das rege Sozialleben. Doch manchmal setzen uns Armut und Korruption zu. Einmal fragte ich unseren Sohn, wie er Paraguay mit einem Wort beschreiben würde. Ich dachte an das Wort „Kaputtheit“. Er sagte: „Zuhause!“ Nach dem Studium sind die Großen wieder hier, sie arbeiten bei „Servome“ mit (Christlicher Freiwilligendienst) und erwarten Anfang November ihr erstes Kind. Unsere drei Söhne sind im Studium bzw. Ausbildung und aktiv in Jugend und Gemeinde. Unsere Jüngste schließt demnächst die Schule ab, kürzlich ist sie getauft worden. Von Februar bis August 2025 möchten wir nach Deutschland kommen.

Die Ewigkeit ist mein Zuhause, Du hast sie mir ins Herz gelegt  …

Mia Friesen, Niko Nilkens

Danksagung

Dankt mit uns für die gute Entwicklung unserer Kinder.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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