Update | 03. März 2025
Wie Josua stehe ich oft vor Herausforderungen, die unmöglich erscheinen, und fühle mich entmutigt durch die Umstände. Aber Josuas Geschichte lädt mich ein, meinen Fokus auf Gottes Verheißungen zu richten. Gott hat mich daran erinnert, dass Demut, Gehorsam und ein fester Fokus auf Gottes Wort mich nicht nur durch die Wüste führen, sondern auch ins verheißene Land.
Das letzte Jahr war besonders herausfordernd. Oft stand ich kurz davor zu sagen: »Das war’s, ich bin raus. Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr.« Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht fragst du dich, ob sich der Kampf lohnt und ob du am Ende nicht den Kürzeren ziehst.
Hätte ich meinen Gedanken nachgegeben, hätte ich vielleicht für einen Moment Erleichterung verspürt, aber es wäre nicht der richtige Schritt gewesen. Nicht der Schritt, den Gott für mich vorgesehen hatte.
Vielleicht geht es dir ähnlich. Vielleicht fühlst du dich innerlich leer, weil du so viel investierst und scheinbar so wenig zurückbekommst. Vielleicht hast das Gefühl, du kämpfst alleine – oder es scheint, als würdest du auf taube Ohren stoßen. Vielleicht siehst du keinen Fortschritt, keine Veränderung. Was auch immer deine Situation sein mag: Ich hoffe, meine Learnings letztes Jahr können dich ermutigen, dranzubleiben und Jesus in deiner Wüste zu vertrauen – so wie Josua.
Josua gehörte zu den zwölf Kundschaftern, die das verheißene Land erkundeten. Während zehn von ihnen Angst verbreiteten, hielten Josua und Kaleb an Gottes Zusage fest. Doch das Volk glaubte ihnen nicht – im Gegenteil, sie wollten sie steinigen. Das Ergebnis: 40 Jahre Wüste für alle. Auch für Josua und Kaleb. Sie mussten mitlaufen. 40 Jahre lang. Und vielleicht hat Josua auch so manches Mal gedacht: »Das war’s, ich bin raus. Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr.« Vielleicht erinnerte Josua sich in solchen Momenten daran, wer Gott ist. In der Wüste erlebte er Gottes Treue: Wasser aus dem Felsen, Brot vom Himmel, Wolken bei Tag, Feuer bei Nacht. Jeder Tag war eine Lektion, dass Gott genug ist. Er sah, wie Mose kämpfte, wie das Volk rebellierte und wie Gott trotz allem treu blieb. Josua musste lernen, sich nicht auf die Umstände oder die Menschen um ihn herum zu verlassen, sondern allein auf Gott.
Josua hatte mit eigenen Augen gesehen, was es bedeutet, Gott zu vertrauen. Mit festem Glauben führte er eine neue Generation ins verheißene Land. Die Mauern Jerichos fielen nicht durch Stärke, sondern durch Gehorsam. Und Josua wusste: Es war nie meine Kraft, sondern Gottes Verheißung.
Solange ich meinen Fokus auf Jesus richte, werde ich an seinem Ziel ankommen.
Genau das hat mich ermutigt, dranzubleiben und Jesus in der Wüste zu vertrauen.
Als Nachfolger Jesu bin ich Teil seines Triumphzugs. Der Sieg gehört mir schon. Er gibt mir die Ausdauer, die Kraft und den Mut, den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen.
Jesus hilft mir, dranzubleiben und ihm in der Wüste zu vertrauen.
»Ich war sechzig und auf dem Höhepunkt meiner Kraft und meines Einflusses. Ich war ein bekannter Evangelist und wollte Bücher schreiben und predigen. Aber statt Gott in dieser Weise dienen zu können, fand ich mich allein in einer dunklen Zelle wieder. Alles, was meinem Leben im Einsatz für Christus Sinn gegeben hatte, war mir auf einmal genommen. Und ich hatte nichts zu tun. Nichts, außer Gott kennenzulernen. In den folgenden zwanzig Jahren wurde dies die großartigste Beziehung, die ich je erlebt habe. Aber es war die Zelle, die mir dazu verholfen hat.«
– Wang Mingdao, Leiter der chinesischen Untergrundkirche. Er wurde nach 23-jähriger Gefangenschaft aus der Haft entlassen.