Vorbereitete Werke tun

In Epheser 2,10 wird uns gesagt, dass wir die Werke tun sollen, die Gott vorbereitet hat. Es ist in unserem Dienst immer wieder eine besondere Herausforderung zu erkennen, was dran ist. Wir arbeiten ja mit Menschen, die unter dem Existenzminimum leben: Bei ihnen empfinden wir es als besonders schwer zu erkennen, was dran ist. Es fehlt immer an allem. Doch wenn wir zu regelmäßig helfen, wird es zur Selbstverständlichkeit und die Eigenverantwortung wird heruntergeschraubt.

Sorgen wegen Brunnentiefe und Ernteausfall

Wenn beispielsweise durch die Trockenheit der Brunnenspiegel gesunken ist, erwartet man von uns, dass wir den Brunnen tiefer graben lassen, weil wir ihn ja ursprünglich angelegt haben. Und das, obwohl der Brunnengräber ein Verwandter ist und wir ihm alles Werkzeug überlassen haben. Also schlug ich schließlich vor, dass die Brunnennutzer sich zusammentun und den Onkel für die Säuberung bezahlen. Im letzten Jahr ist noch erschwert hinzugekommen, dass das Gesäte vertrocknet ist. Wenn kein Maniok (Wurzelknolle) da ist, fehlt das „Brot des Indianers“. Wunderbarerweise hatten Freunde noch Maniok-Stecklinge, also pflanzten wir welche nach und zum Glück kam Regen. Da auch der Mais nicht wuchs,
ging das Geflügelfutter aus; damit ist die Versorgung mit Fleisch und Proteinen nicht mehr möglich. Wir sind froh, dass Fransiska ein gutes Händchen mit Tieren hat. So kauften wir einen Sack Mais für sie und hoffen, das Nötigste getan zu haben.

Das Wichtigste

Die Bibelstunde, die für das geistliche Wachstum so wichtig ist, kann regelmäßig stattfinden, außerhalb der Indianersiedlung. Im Moment kommen nur Fransiska und ihr Mann; wir erleben diese Treffen als besondere Segensstunden, wo wir auf jeden ganz persönlich eingehen können. Niemand muss sich vor dem anderen schämen. Es ist eine Freude zu sehen, wie die beiden das Wort Gottes aufsaugen, weil sie es verstehen.

Bitte betet für das ältere Ehepaar (siehe Report 1/2020), das vorletztes Jahr so freudig einen Neuanfang gemacht hat. Sie kommen nicht mehr, weil der Mann sich schämt, dass er seine Trinksucht nicht unter die Füße bekommt. Wenn wir die Werke tun, die Gott vorbereitet hat, brauchen wir keine großen Erfolge, um froh zu sein.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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