Viele neue Begegnungen
In der vergangenen Woche konnten wir ein paar Urlaubstage genießen und zurückblicken: Wir sind sehr dankbar für Aufbrüche in der Gemeinde, für engagierte Mitarbeiter, für intensive Begegnungen mit Menschen, für Bewahrung auf kilometerlangen Strecken durch das Buschland, für Deutschlandbesuch und eine sehr gesegnete Zeit als komplette Familie (mit unserem Sohn Samuel und seiner Freundin Beke).
An ein paar Erlebnissen möchten wir euch gerne teilhaben lassen.
Wochenlang war ungewiss, ob die Behörden uns die Visa in die Pässe stempeln oder nicht. Mittlerweile waren wir illegal im Land und der Willkür der Beamten ausgesetzt. Hier steckten wir mitten in der Arbeit und wollten uns nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn wir das Land wieder hätten verlassen müssen. Doch Gebet hilft!!! (Danke euch!) „Gott tut große Dinge, die nicht zu erforschen, und Wunder, die nicht zu zählen sind.“(Hiob 9,10) So lautete die Losung am 24.7., an dem Tag, an dem wir unsere Visa genehmigt bekommen haben. Gott versorgt!
Das Feiern von Gottesdiensten in der Christuskirche, Lukaskirche und mehrmals im Monat in Farmgebieten (ca. 200-300 km von Windhoek entfernt) prägen unseren Alltag.
Gerne denken wir an den Erntedankgottesdienst zurück. Haltbare Lebensmittel- und Geldspenden brachten wir anschließend nach Hephata, einem Sozialprojekt der Gemeinde mit Behinderten im Slumgebiet Katutura.
Auch die Farmgottesdienste sind jedes Mal sehr wertvoll. Farmer und deren Familien fahren teilweise über hundert Kilometer zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und bei einem leckeren Essen Gemeinschaft zu haben, über Rinder- und Fleischpreise zu diskutieren und sich über Wilderer oder den ausbleibenden Regen auszutauschen.
Im August konnten wir ein Frauenfrühstück in der Lukaskirche anbieten. 97 Frauen ließen sich einladen. Die Kirche wurde komplett ausgeräumt, mit langen Tafeln bestückt und frühlingshaft dekoriert. Daniela Klein (Johanneumsschwester) referierte tiefgehend und mutmachend zum Thema „Aufblühen – verwurzelt leben“.
Christoph und das Pastorenteam in Windhoek arbeiten intensiv an der Frage: Wie soll die Gemeinde in 2030 aussehen? Es ist so wertvoll, dass das Pastorenteam und die Mitglieder des Gemeindekirchenrats engagiert an einem Strang ziehen und Jesus im Herzen haben.
Wir sind sehr dankbar, dass unsere Töchter schulisch gut zurechtkommen, Heimat in der Gemeindejugend finden und sich als Mitarbeiter auf der Kinderfreizeit in Otjiwarongo eingebracht haben. Gemeinsam, auch mit unserem Sohn und Beke, haben wir ein paar Tage im Etosha Nationalpark verbracht. Die intensive Familienzeit und der Abstand zum Alltag in Windhoek haben uns gut getan und wir starten wieder mit voller Energie und Freude in die vielfältigen Aufgaben.
Auf dem Holzmarkt haben wir uns noch ein paar fehlende Möbel anfertigen lassen, verbunden mit einem fröhlichen Verhandeln der Preise, Nachmessen der angegebenen Maße und dann doch noch ein Nachschleifen zu Hause, damit die Matratze auch ins Bett passt.
Neulich mussten wir zwei Tage ohne Wasser auskommen. Das schafft man irgendwie und gleichzeitig wird man Gott dankbar für Dinge, die selbstverständlich scheinen.
Wir wünschen allen Schülern und Lehrern einen gesegneten Start in das neue Schuljahr.
Bleibt alle behütet und gesegnet. Gott mit euch!
