Versöhnung ist notwendig
Ich erinnere mich noch gut: Vor etwa zehn Jahren hatte sich der damalige kanadische Premierminister Stephen Harper im Namen der Regierung bei den Ureinwohnern von Kanada für begangenes Unrecht entschuldigt. Dabei ging es vor allem um die Folgen der jahrzehntelangen Politik der Assimilation, also Anpassung, die das Ziel hatte, die Ureinwohner in der restlichen kanadischen Gesellschaft „aufgehen“ zu lassen.
Dies sollte zwischen 1890 und 1990 insbesondere durch eine verpflichtende heimatferne Erziehung im westlichen Stil in Internatsschulen geschehen. Das Einzige, was dadurch
jedoch erreicht wurde, war die Zerstörung der Familienstrukturen in den verschiedenen Völkern der Ureinwohner, auch First Nations genannt. Generationen von Menschen mit kaputter Identität und vielen sozialen Problemen sind die Folge.
Reaktionen
Die Stammesführer der Ureinwohner waren daraufhin gemeinsam nach Ottawa aufgebrochen und haben diese Entschuldigung offiziell angenommen. Seitdem sollte den First Nations mit verschiedenen Gesetzen, Maßnahmen und finanziellen Entschädigungen geholfen werden. Leider haben diese Maßnahmen in den letzten zehn Jahren nicht viel verändert. Viele Menschen haben weiter mit gesundheitlichen und seelischen Folgen zu kämpfen. In erster Linie braucht es viele Generationen an Zeit, um die Wunden der Vergangenheit zu heilen.
Eine lebendige Beziehung zu Gott
Interessant ist, was einer der Teilnehmer des Zuges nach Ottawa in einer unserer Sendungen sagte: Er ist Christ und meinte, dass er schon lange den Verantwortlichen vergeben habe, weil er weiß, wie viel Gott ihm vergeben hat. Nur die lebendige Beziehung zu Gott durch Jesus Christus könne Menschen wirklich heilen und fähig machen zu
echter Versöhnung.
„So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!" 2. Korinther 5,20
