Umwege – die Lebensschule Gottes

In meinem Leben gab es schon so einige Umwege, die sich jedoch im Nachhinein als von Gott geführt herausgestellt haben. Besonders das Thema „Warten“ scheint in solchen Umwegen die Lebensschule Gottes zu sein.

Ein Beispiel: Im März 2020 ging es für mich in den Heimatdienst nach Deutschland. Ich hatte gehofft, im Juli 2020 wieder ausreisen zu können. Doch Gott hatte andere Pläne: Durch seine Gnade durften mein Mann Jason und ich im September 2020 in Deutschland heiraten und im November 2020 nach Kanada in die Heimat von Jason zurückfliegen. Hier warten wir seitdem darauf, dass wir wieder gemeinsam auf die Philippinen ausreisen können.



Reisedienst mal anders

Unser Plan war es, von November bis März im Reisedienst zu sein und dann Anfang April auszureisen. Doch Gottes Plan scheint ein anderer zu sein. Einschränkungen haben es bisher nicht möglich gemacht, andere Haushalte zu besuchen, und so saßen wir zu Hause. Was nun? Was tun?

Als Videograf konnte sich Jason in vielen Projekten engagieren, besonders beim Filmen und Schneiden der Predigten und Lobpreiszeiten seiner Heimatgemeinde. Er wird hier gerade gut gebraucht und kann mehr tun als auf den Philippinen, da dort die Corona-Regeln wesentlich strenger sind.



Frauen, Bücher, Trauma-Kurs …

Aber auch ich durfte erleben, dass Gott uns überall gebrauchen kann. So nutze ich diese Wartezeit, um mich bei dem Frauenkreis in unserer Gemeinde mit einzubringen – und auch in der Gemeinde-Bibliothek. Ich liebe ja Bücher und mache die Bibliotheksarbeit auf den Philippinen. Hier darf ich nun weiter dazulernen und gleichzeitig ein Segen sein. Außerdem habe ich ein Herz für Jüngerschaft und Seelsorge und mich daher entschlossen, an einem Online-Kurs zu Traumabewältigung teilzunehmen.

So nutzt Gott diesen Umweg und die Wartezeit zu seiner Ehre und zur weiteren Vorbereitung für den Dienst auf den Philippinen. Denn irgendwann wird Er sagen: Jetzt geht es wieder los!

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