Über Kulturen und Kontinente hinweg

„Ist das ein totes Huhn?“, frage ich etwas irritiert die Erzieherin im Township. Neben uns auf der Veranda, inmitten von spielenden Kindern, liegt tatsächlich ein totes Huhn. Kaum vorstellbar für mich, die ich in einem deutschen Hygienestandards unterworfenen Kindergarten in Deutschland meinen Beruf gelernt habe. Und dennoch: Dies ist mein Arbeitsfeld und ich möchte den Menschen, mit denen ich arbeite, in ihrer unterschiedlichen Lebensweise begegnen, um sie für Jesus zu gewinnen.

Allen alles werden? (1 Kor 9,22)

Meine frühen Erfahrungen als Missionarskind und das Leben auf verschiedenen Kontinenten helfen mir in meinem Dienst hier in Afrika. Und dennoch werde ich oft geleitet von den anderen Kulturen, die mich geprägt haben. Besonders in Spannungssituationen kommt mein (deutscher?) Perfektionismus und das Streben nach Effizienz immer wieder zum Vorschein.
Ich habe Probleme mit Unpünktlichkeit und indirekter Kommunikation.

Über allen Welten

Wenn ich mich hin- und hergerissen fühle zwischen Welten und Kulturen, denke ich oft an das, was sich niemals ändert, egal, in welcher Kultur oder auf welchem Kontinent ich mich befinde. „Reich-Gottes-Kultur“ steht über allen Kulturen unserer Erde. Gottes Liebe für Menschen überwindet alle kulturellen Grenzen und soll uns im Umgang mit ihnen leiten.

Gebetsanliegen

• Weisheit beim Unterwegssein in unterschiedlichen Kulturen in Südafrika
• Geduld und Liebe für die Erzieher, die ich im Township begleite

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Priscas Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

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unterwegs | Ausgabe 2/2025
Ich begleitete Amahle, eine Erzieherin im Township, mit Geduld und Gesprächen über den Glauben. Dann wurde sie beim Stehlen erwischt. Ich frage mich: War meine Zeit mit ihr umsonst – oder hat Gott längst etwas begonnen und ich kann es nur nicht sehen?
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unterwegs | Ausgabe 1/2025
Als ich auf der Erdpiste zur Beerdigung fuhr, konnte ich nicht ahnen, dass ich am Ende des Tages Schönheit und Hoffnung mit nach Hause nehmen würde, dass Gott meine Trauer in Freude umwandeln würde.
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Update
Von Brasilien nach Deutschland. Das ist eine Flugreise von etwa 11 Stunden. Für mich war es ein viel längerer Weg, das sollte ich in den Jahren in Deutschland immer mehr feststellen. Ich war am Anfang der Teenagerzeit, als wir 1998 nach 12,5 Jahren als Missionare in Brasilien nach Deutschland kamen. Und da waren die Herausforderungen und Krisen vorprogrammiert.