„Türke sein heißt, Muslim zu sein“
In den letzten 60 Jahren sind in der Türkei zahlreiche christliche Gemeinden aus ehemaligen Muslimen entstanden, die sich als protestantisch bezeichnen und zur Evangelischen Allianz gehören. Wie kam es dazu? Einer von Christofs Doktoranden vollendet gerade seine Doktorarbeit zu dieser Frage. Das finden wir spannend. Denn dort wächst man auf mit dem Motto „Türke sein heißt Muslim sein“. Im Jahr 1961 kam eine neue Verfassung. Erstmals galt: Jeder Einzelne kann seine Religionszugehörigkeit frei bestimmen und auch wechseln. Zuvor gab es nur wechselhafte Toleranz ohne Rechtssicherheit.
Eine neue Epoche
Im selben Jahr begannen zahlreiche christliche Mitarbeiter aus dem Ausland – und später auch einheimische Mitarbeiter – in der Türkei mit Bibelverbreitung und Bibelkursen für Muslime. Über die Jahre haben sich, vorsichtig geschätzt, mindestens 8000 Muslime entschieden, Jesus nachzufolgen, die heute noch dabei sind. Sie versammeln sich in derzeit rund 200 evangelischen Gemeinden. Sie ermutigen einander: „Man kann Christ und Türke zugleich sein.“ Sie erleben dabei auch Gegenwind unterschiedlicher und wechselnder Stärke von Staat, Behörden und der Mehrheitsgesellschaft.
In jüngerer Zeit wird zunehmend ausländischen christlichen Mitarbeitern und ausländischen Ehepartnern einheimischer Mitarbeiter die Aufenthaltsgenehmigung entzogen oder gleich gar nicht gewährt. Die Erforschung solcher Zusammenhänge zu begleiten, ist Christofs Aufgabe. Können Sie verstehen, dass das neben viel Arbeit auch Freude macht?
Gebetsanliegen
- gutes Haushalten mit
beschränkter Energie - Studenten von Christof, die
mit Schwierigkeiten kämpfen - Stärkung der einheimischen
christlichen Leiter in der Türkei
