Trauer bewältigen
Bei unseren Einsätzen im Nahen Osten bieten wir in Tagesseminaren einen geschützten Raum, in dem Witwen ihren Schmerz, ihre Trauer und den Verlust ihrer Angehörigen mit Jesu Hilfe verarbeiten können.
Besonders beim kreativen Gestalten und Malen finden viele Frauen zur Ruhe. Sie entdecken Wege, ihre Gefühle auszudrücken und das, was sie belastet, sichtbar zu machen.
Wie tiefgreifend dieser Prozess sein kann, zeigt das Beispiel von Marriam*. Ihr Mann starb vor sechzehn Jahren und sie durchläuft derzeit eine Chemotherapie: Zuerst wollte ich mein Bild schwarz ausmalen, doch dann wählte ich leuchtende, schöne Farben.
Gott hat die Dunkelheit meines Lebens in etwas Farbenfrohes verwandelt und meine Schwäche und Müdigkeit durch Kraft und Freude ersetzt.
Ein weiterer wichtiger Schritt im Trauerprozess ist es, den Tod eines geliebten Menschen anzunehmen. Dabei hilft die Perspektive, die wir in Jesus haben, dass der Tod nicht das Ende ist. Wenn die Frauen es möchten, beten wir gemeinsam mit ihnen, um ihre Verstorbenen loszulassen und sie Jesus anzuvertrauen.
Besonders eindrücklich war die Erfahrung von Amal*:
„Ich habe meinen Mann und Sohn in einem einzigen Augenblick verloren. Es war eine der schwierigsten Zeiten meines Lebens. Vor zwei Tagen hatte ich einen Traum von meinem verstorbenen Sohn, wo er zu mir sagte: ‚Mama, lass mich die Ewigkeit genießen.‘ Heute wurde genau darüber gesprochen, dass wir unsere Verstorbenen Jesus übergeben können. Als ich das im gemeinsamen Gebet tat, spürte ich tiefen Frieden in meinem Herzen.“
Frauen wie Amal und Marriam erleben, dass Trauer ein Weg ist, auf dem sich Schritt für Schritt etwas verändern kann. Jesus trocknet ihre Tränen und erfüllt ihr Herz mit seiner Gegenwart, ewiger Hoffnung und seinem Frieden.
