Studieren trotz Pandemie im Land – mit Gottes Hilfe
Studenten von AuSiP berichten
Am 16. März 2020 wurde die Pandemie weltweit ausgerufen und unser Land hat sofort strenge Maßnahmen angeordnet. Das bedeutete für uns Studenten von AuSiP, uns sofort aufzumachen, um in unsere Heimatorte zu kommen. Der Großteil von uns hat einen weiten Weg, den wir mit einem Gemeinschaftstaxi zurücklegten. Ganz schnell waren diese ausgebucht, und die Preise stiegen auf das Doppelte oder Dreifache. Die Taxen wurden unterwegs streng kontrolliert.
Alle von uns schauten, dass wir noch am 16. März nach Hause kamen. Unsere Eltern freuten sich, denn da waren nun zwei Hände mehr zum Helfen. Der Unterricht wurde uns bald digital angeboten. Viele Studiengänge waren ohnehin längst online eingerichtet, denn Peru ist ein großes Land, viermal so groß wie Deutschland, aber wesentlich dünner besiedelt. Wir haben in großen und kleinen Ortschaften genügend Telecafés oder Interneträume, die gerne genutzt werden, da viele Peruaner zu Hause noch kein Internet haben.
Geduld, Geduld …
Aber unser großes Manko – zu wenige Geräte, zu alte und kein starkes Internet – wurde uns zum Verhängnis. Besonders wegen der Langsamkeit des Internets müssen wir viel Geduld aufbringen. Wir wissen von einer Studentin, dass sie oft halbe Nächte am PC sitzt, um die Arbeitspapiere wieder auf den Weg zur Uni zu schicken. Die Infektionsvorschriften erlaubten weder einen Gang nach draußen noch (ohne amtliche Genehmigung) eine Fahrt im Taxi.
Dadurch, dass wir zu Hause sind, haben wir wieder die Familie um uns und wir können mithelfen. In der Zeit der Pandemie erfahren wir aber auch Schweres in unseren Familien oder in der Nachbarschaft. Geronimos Eltern (der Vater ist Pastor) beten für die Menschen in ihrem Dorf und bitten, dass Gott sie vor Schlimmerem bewahrt und dass diese Krankheit doch bald besiegt wird.
Ein Dank von Ortrun
Wir von AuSiP haben in den letzten Wochen die Dankesschreiben der Studenten erhalten. Ihre Dankbarkeit rührt mich. Sie sehen hinter den Spendern die Liebe Gottes. Ein herzliches Dankeschön allen Freunden und Spendern!
Gebetsanliegen
- Offenheit der Studenten für das Evangelium
