Steter Tropfen höhlt den Stein
Unsere peruanische Nachbarin war lange Zeit die einzige Gläubige in ihrer Familie. Gerne wollte sie ihren Kindern biblische Namen geben, doch ihr Mann verbot es ihr und gab den Kindern gewöhnliche Namen. Jahrelang betete sie für ihre Kinder und ihren Mann. So oft sie konnte, las sie mit ihren Kindern in der Bibel und versuchte, ihnen etwas von einer himmlischen Hoffnung zu vermitteln.
Irgendwann kamen ihre drei Töchter mit in die Gemeinde, schließlich auch ihr Bruder, der nach dem Tod seiner gläubigen Mutter nichts mehr mit Gott zu tun haben wollte, und der Freund einer Tochter. Während sie zum Beispiel mit ihren Kindern betete, machte sich ihr Mann immer wieder über sie lustig und wollte vom Glauben an Jesus nichts wissen.
Das hielt sie jedoch nie davon ab, sich sehr aktiv in unserer Gemeinde einzubringen. Dabei lud sie auch immer wieder Leute aus der Gemeinde zu sich nach Hause ein, die dadurch auch ihren Mann trafen. Oft versuchte er dann, nicht zu Hause zu sein, und verbrachte seine Zeit lieber bei seinen Kollegen von der Feuerwehr.
Erste Besuche in der Gemeinde
Doch steter Tropfen höhlt den Stein: Viele Gebete, liebevolle Gespräche und die ständigen Besuche führten dazu, dass unser Nachbar vor einem halben Jahr dann doch mal mit zur Gemeinde kam. Sogar bei der Taufe seiner zweitältesten Tochter war er mit dabei, und mittlerweile nimmt er sogar regelmäßig an den Gottesdiensten teil.
Es ist eine große Freude zu sehen, dass inzwischen die gesamte Familie mit zur Gemeinde kommt. Unsere Nachbarin durfte erleben, dass es sich lohnt, geduldig und liebevoll von der ewigen Hoffnung weiterzugeben.
Heimatdienst 2022
Seit Mitte Mai durften wir im Heimatdienst sein. Nach einer Reihe von Vorträgen und Zeit mit Familie und Freunden kehren wir Ende August nach Peru zurück. Die neuen Auf-
gaben in der Schulleitung und in der Kindergartenleitung werden spannend und herausfordernd sein und wir freuen uns auf den Wiedereinstieg in Curahuasi.
