Spannung in den Schulen

Sehen, Zuhören, Begleiten, Unterstützen, Weiterbilden und Beten sind unsere Hauptaufgaben an den staatlichen Schulen. Das Ziel: Begegnungen mit Jesus zu ermöglichen. Doch
wie können wir geistliche Wahrheiten leben und vermitteln, ohne zu forsch zu sein und auch nicht am Ziel vorbeizuschießen?

Worte und Taten

An unseren Schulen fehlt es an allen Ecken und Enden: Es gibt keinen Hausmeister, keinen Gärtner, keinen Vertretungsplan und keine Sozialarbeiter. So haben wir neben unseren Vorträgen und den Seelsorgegesprächen immer wieder das Bedürfnis, praktisch zu helfen; Blumenkästen streichen und bepflanzen, Schilder aufhängen oder Snacks austeilen. Dies fördert Gemeinschaft und Vertrauen zwischen uns und den Lehrern und Schülern. Die Spannung ist: Sichtbare Nöte scheinen oft wichtiger und dringlicher zu sein als die der verletzten und suchenden Herzen. In unserer Begrenztheit können wir nicht allen Nöten begegnen.

Menschlich und göttlich zugleich

Ein zweites Spannungsfeld finden wir in der Seelsorge und Bildung: Wir wissen, dass Jesus der beste Seelsorger, Versorger, Vater, Heiland und Lehrer ist. Er kann das Leben der Schüler langfristig verändern, begleiten und heilen. Deshalb steht die Begegnung mit Jesus für uns an erster Stelle. Praktisch ist sie aber in unsere begrenzte und menschliche Arbeit als Pädagogen und Berater eingebettet – und sie muss jeden Tag vor den kritischen Augen der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft bestehen.

Was ist die Lösung?

Oft haben wir um eine Patentlösung für diese Widersprüche gebetet. Gottes Antwort: Er baut keine Kornspeicher in der Wüste; er hält jeden Tag frisches Manna bereit. Die Spannungsfelder werden Teil unseres Dienstes bleiben, und Gottes Geist wird uns heute so und morgen ganz anders leiten. Dies drängt uns täglich dazu, tiefe und innige Gemeinschaft mit Jesus zu suchen. Unser Selbstverständnis als persönliche Assistenten Gottes hilft uns dabei. Es bewahrt uns davor, selbst zu entscheiden, und es hilft, Rücksprache mit dem zu halten, der die eigentliche Arbeit tut. Denn auch wenn wir das Ziel aus den Augen verlieren: Gott tut dies niemals!

Gebetsanliegen

  • die Schüler und ihre Familien
  • dass wir Jesus nicht aus den Augen verlieren

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Luis und Carolines Blog

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