Sonntagmorgen
An seinem Geburtstag erreicht Werner um 4.30 Uhr in der Frühe ein Anruf von der Klinik. Eine Mutter bringt ihren acht Jahre alten Sohn aus der zweieinhalb Stunden Autofahrt entfernten Provinzhauptstadt Cusco in das Bergdorf Curahuasi zur Augenklinik des Hospitals Diospi Suyana. Ein niedergelassener Augenarzt hatte sich das Kind angesehen, dem ein Nachbarsjunge eine spitze Stahlstange auf das Auge geworfen und dadurch eine tiefe durchbohrende Augenverletzung verursacht hat.
Keine Versorgung in der Stadt
An fünf großen Krankenhäusern in Cusco gibt es auf Nachfrage der Eltern keine Behandlung für den Jungen; die operierenden Augenärzte sind nicht erreichbar. Durch die Dunkelheit reisen die Eltern nach Curahuasi und suchen Hilfe. Die Mutter kommt mit zur Untersuchung. Sie ist verzweifelt und versucht, in der Gegenwart ihres Kindes die Fassung zu bewahren.
Schnelles Eingreifen rettet Auge
In der Augenklinik finden sie sowohl die Ausstattung als auch die ständige Bereitschaft eines hochmotivierten und erfahrenen Teams, Tag und Nacht zu helfen, wenn nötig. Dies steht im Kontrast zu einem Gesundheitssystem, das den kleinen Patienten nicht versorgt hat. In Curahuasi wird das Kind am selben Morgen operiert. Ein langsamer und schmerzhafter Verlust des Auges durch Vernarbung wird so vermieden und das Auge bleibt ihm erhalten.
Dieser Fall steht stellvertretend für viele Patienten, die unversorgt und mit Notfällen aus dem Süden Perus in die Augenklinik kommen. Das Zeugnis einer guten Behandlung aus gelebter Nächstenliebe zeigt der Familie, dass Gott sie nicht vergessen hat. Die Hilfeleistung werden die Eltern und der kleine Junge so schnell nicht vergessen.
- Bitte betet weiter, dass Schüler, Nachbarn, Patienten und Mitarbeiter Jesus als ihren Herrn und Retter erkennen und annehmen.
- Bitte betet um Gottes Führung, Seine Weisheit und Gelingen für unsere Aufgaben.
- Wir sind dankbar für Gottes wiederholte Bewahrung.
