So viele Gründe
„Was sage ich nur dem Grenzbeamten, wenn er mich befragt?“ Schon vor einigen Jahren reiste unsere Absolventin Maja* erstmals nach Südasien aus. Sie lernte Sprache, Kultur und Menschen dieses Landes kennen und lieben. Während ihres zweiten Einsatzes verstarb in Südamerika ihre Mutter an Corona; Maja kehrte zu ihrer Familie zurück und warb in den heimatlichen Gemeinden für die Mitarbeit in Gottes weltweitem Plan.
Nun reiste sie hoffnungsvoll, aber etwas nervös zum dritten Mal in dieses Gebiet, in dem man Missionare und Terroristen gleichermaßen hinter Gitter steckt. Doch der Einreisebeamte stempelte nur freundlich den Pass ab und sagte: „Herzlich willkommen wieder in unserem Land!“
Was sind Gründe, nicht zu gehen?
Trauer, wo die Pandemie Angehörige und Freunde hinweggerafft hat. Familienbande. Sozialwirtschaftliche Probleme und unzureichende finanzielle Unterstützung. Angst, ledig
zu bleiben. Unausgereifte Missionssendungsstrukturen. Minderwertigkeitskomplexe … Menschlich gesehen gibt es genug Gründe, dass Missionskandidaten aus Südamerika es nicht bis aufs Missionsfeld schaffen.
Gott hat Seine Gründe
Aber Gott lädt auch hier Seine Kinder ein, in Seinem globalen Werk mitzuarbeiten. Er ruft Menschen, die selbst wenig vorzuweisen haben. Warum? Ohne uns käme er doch schneller ans Ziel.
In unserem Missionstrainingszentrum wollen wir Missionare befähigen, sich mit Gottes Hilfe gegen die zu erwartenden Schwierigkeiten durchzusetzen, damit sie ihren Einsatz nicht frühzeitig abbrechen müssen.
