Predigen wir überhaupt noch das Evangelium?

Diese unangenehme Frage muss sich jeder, der durch den Tod und die Auferstehung Jesu zu den geretteten Sündern zählt, immer wieder stellen – und nicht nur die Missionare, Pastoren und Evangelisten, wenngleich diese im besonderen Maß. Der Glaube kommt nun mal aus der Predigt, und diese sollte im Wort Gottes ihre Existenzberechtigung haben. Und als Prediger des Evangeliums sollen wir Zeugen Jesu sein. Zeugen von dem, was wir mit Ihm erfahren und erlebt haben. Zeugen, wie der Heiland uns aus Schuld und Elend gerettet hat.

Kinderevangelisation

Vor einigen Wochen rief mich ein Evangelist an, der normalerweise Krankenhausbesuche macht; wegen Corona kann er aber seinen Dienst nicht weiterführen. Ich lud ihn ein, gemeinsam mit uns Kinderevangelisation auf Plazas zu machen. Es ist wunderbar zu sehen, wie dieser schon ältere Evangelist wiederum junge Christen begeistert, mutig Zeugnis vom Herrn Jesus abzulegen. Von Mal zu Mal haben wir mehr Mitarbeiter! Meist fehlt es nur an Initiatoren und Organisatoren, die mit hinausgehen! Ich schlug dem gelernten Sportlehrer nun vor, eine Seniorensportveranstaltung zu planen. Ob das klappt?

Wie man Jesus verkündet

An einer Bibelschule unterrichte ich den Kurs „Wie man Jesus verkündet“. Wie sollte man die meist jungen Christen das Fach bestehen lassen, ohne dass sie herausgefordert werden,
zusammen mit dem Lehrer das Evangelium ganz real und praktisch nach dem Prinzip Jesu „Komm und sieh!“ weiterzugeben?

Viele von Euch praktizieren das, was auch ich an diesem Samstag tat: jemandem ermöglichen, seinen Dienst für Gott zu tun. Ich holte mit dem Auto einen anderen sehr aktiven, aber auch sehr armen Evangelisten ab. Er stand am vereinbarten Treffpunkt und ließ die Wartezeit nicht ungenutzt – er verkündigte gerade einem jungen Mann das Evangelium. Der junge Mann war dann auch bereit, am nächsten Samstag mit in die Jugendveranstaltung zu kommen, die ich zu halten habe. Wie freute sich dieser Evangelist, als ich ihm auf der Rückfahrt einen ganzen Stoß Traktate schenkte!

Lasst uns aber im Gutes tun nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Daniel und Nadiyas Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

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unterwegs | Ausgabe 2/2025
Zwischen Prüfungen, Predigten, Gesprächen und Sitzungen spürt man die eigene Schwachheit. Doch mitten im Trubel erinnert ein Gedanke: Euch ist der Heiland geboren. Und mit ihm kommt Friede in all das Unvollkommene unseres Alltags.
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unterwegs | Ausgabe 1/2025
Verklärt lächelnd sagt die schon ältere Frau aus dem kleinen „protestantischen Dorf“ in der Provinz Entre Ríos, das von Wolgadeutschen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurde: „Ich erinnere mich noch an meine gläubige Schwiegermutter, wie sie täglich neben ihrer Bibel auch den „Gute Saat”-Kalender gelesen hat. Das waren für sie heilige Momente. Gerne nehme ich ein Exemplar.“ „Ich nehme auch eins für uns!“, bittet die erwachsene Tochter, die im Begriff ist, mit dem Auto wegzufahren.
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unterwegs | November 2024
Unser himmlischer Vater hat nicht nur das Leben seiner Kinder in seiner Hand, sondern auch das ihrer Nachkommen. Jedes Kind ist ein anvertrautes Gottesgeschenk, für das wir Verantwortung tragen.