Neue Wege
Anfang März 2020: Während einer Gebetsfreizeit der Frauen-Gebets-Bewegung kommt ein Anruf aus Peru. „Im gerade eröffneten Schuljahr wird es keinen Präsenzunterricht geben.“ Zwei Tage später wird auch in Deutschland der Ausnahme-zustand wegen Covid-19 verhängt.
Wer hätte gedacht, dass der Präsenzunterrichts an peruanischen Schulen so lange ausfallen würde? Und wieder hat ein neues Schuljahr begonnen und noch immer ist keine Öffnung in Sicht. Nach und nach konnten die Unterrichtsformen via Internet verbessert werden.
Wir sind dankbar, dass alle unsere Schüler das vergangene Schuljahr trotz der großen Umstellung bestanden haben. Die christliche Privatschule „Antioquia“ ist dankbar für Gottes Hilfe und die aktiven Lehrer, die die Schüler begleitet haben.
Abschied vor der Schule – und online
März 2021: Ich bin erneut in Huariaca, Peru, als ich wieder einen Anruf erhalte: Die Frau von Amaschito, einem langjährigen pensionierten Mitarbeiter, ist verstorben; Amaschito selbst folgt ihr eine Woche später. Die Beerdigung findet wegen Covid-19 am selben Tag statt. Nur wenige Personen dürfen teilnehmen, aber die Ehrung der Toten ist in Huariaca sehr wichtig. Was können wir tun?
Am Beerdigungstag wird der Sarg nicht im Schulhof, sondern vor der Schule abgestellt. Über Lautsprecher gedenkt unser Schulleiter des Verstorbenen und nutzt die Gelegenheit, Zuversicht und Hoffnung weiterzugeben. Viele Nachbarn und Trauernde hören zu. Die Trauerfeier wird auch übers Internet übertragen. Zwei Tage später trifft sich die Lehrerschaft mit den Angehörigen per Zoom zu einem Gedenkgottesdienst.
Präsidentschaftswahl
Mitte April wurden wir durch die Regierungswahlen kurzzeitig etwas von Covid-19 abgelenkt. Kein Kandidat konnte mehr als 50 % der Stimmen auf sich vereinen, deshalb gibt es am 6. Juni eine Stichwahl über den Sieger der zwei bestplatzierten Kandidaten. Nachdem im letzten Regierungsjahr gleich vier Präsidenten regiert haben, ist die Bevölkerung unzufrieden und verunsichert. Welchen Weg wird das Land einschlagen? Unser oberster Regierungschef bleibt „Gott Vater“; Er wird uns weiter führen.
