Neue Hoffnung

Leslie ist eine junge Mutter aus dem Slum. Mit 15 wurde sie zum ersten Mal schwanger, zwei weitere Kinder folgten in kurzen Abständen. Zu dem täglichen Überlebenskampf im Slum kam hinzu, dass ihr zweites Kind (Gab) als Baby ernsthaft krank wurde und längere Zeit auf teure Medizin angewiesen war. Auch wusste man nicht, wie er sich entwickeln würde und ob eine geistige Behinderung vorlag. Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung machten sich breit.

Unser Team hat Leslie seit der Schwangerschaft mit Gab begleitet. Als wir den Kindergarten starteten, konnten wir Gab aufnehmen. Zu unserem großen Erstaunen entwickelte er sich überdurchschnittlich gut!

Top-Mitarbeiterin

Als Kindergartenmutter fiel Leslie dadurch auf, dass sie sehr verantwortungsvoll und lernbereit war. Inzwischen war sie zum Glauben gekommen und schöpfte viel Kraft daraus. Als wir eine Krankheitsvertretung suchten, boten wir Leslie den Job an. Schnell merkten wir, dass sie eine Top-Mitarbeiterin ist – und so wurde aus der Aushilfe eine Teilzeitanstellung. Leslie war überglücklich darüber, denn sie hatte immer wieder dafür gebetet.

Neben ihrer Arbeit und den drei Kindern besuchte sie ohne unser Wissen eine Abendschule, um ihren Schulabschluss nachzuholen. Sie überraschte uns alle, als sie uns eines Tages stolz ihr Abschlusszeugnis präsentierte! Sie fing an, von einer Ausbildung zu träumen. Das wollten wir gerne unterstützen und nun macht sie eine berufsbegleitende Ausbildung zur Bürokraft. Sie hat sehr gute Noten und ihre Energie und Motivation scheinen kein Ende zu haben.

Über alle Erwartungen hinaus

Immer wieder erinnere ich mich an meine erste Begegnung mit Leslie und Gab, als ich sie vor vielen Jahren in ihrer kleinen Hütte besuchte. Da gab es wenig Hoffnung auf Veränderung.

Es berührt mich sehr zu sehen, wie Gott eingegriffen hat. Nie im Leben hätte ich erwartet, dass Gab sich so gut entwickeln würde! Genauso wenig wie, dass die einst so verzweifelte junge Mutter eine tragende Mitarbeiterin in unserem Dienst werden würde, die oft nicht anders kann, als von dem zu erzählen, was Gott in ihrem Leben getan hat.

Mirjas Arbeit unterstützen

Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

Mirjas Blog

Hier gibt es noch mehr Beiträge und Geschichten von den Missionaren und ihrer Arbeit im Einsatzland zum Weiterlesen.

Icon
unterwegs | Ausgabe 2/2025
Annalyn lebte in Gewalt und Angst, ihr Mann schlug sie regelmäßig. Jahrelang verschloss sie ihr Herz. Doch an Weihnachten nahm sie Hilfe an – und fand mehr, als sie erwartet hatte: Hoffnung, Würde und den Glauben an Jesus.
Icon
unterwegs | Ausgabe 1/2025
Vor zehn Jahren haben wir die Tagesbetreuung für Kinder im Slum gestartet. Von Anfang an war es uns wichtig, dass wir trotz der vielschichtigen Arbeit der Betreuung auch die vielen Hunderte, ja, Tausende von Kindern im Slum von Solid Cement erreichen, die nicht regelmäßig in unser Zentrum kommen.
Icon
Update
Die Sommerferien auf den Philippinen sind gerade zu Ende gegangen – eine Zeit, in der bei uns im Rapha-Zentrum besonders viel los ist.