Mutig voran trotz Missionsmüdigkeit
Deutschland ist ein reiches Land in vielerlei Hinsicht: Wir genießen den Wohlstand und streben wirtschaftlich nach vorne; wir hätten die Ressourcen und Möglichkeiten, die weltweite Mission großartig zu unterstützen und trotzdem befinden sich viele Gemeinden, was Mission angeht, in einem trägen Zustand.
Frustrierende Momente
Diese Situation beeinflusst auch meinen Dienst als Missions-Coach. In der Begleitung von angehenden Missionaren, die oftmals große Widerstände überwinden müssen, sowie in dem Mobilisieren von Gemeinden für die Weltmission gibt es viele frustrierende Momente, in denen sich die Kandidaten enormen Herausforderungen stellen müssen.
So darf ich mit Missionsinteressierten „mitleiden“, wenn sie diese Widerstände überwinden müssen, um Unterstützer für ihre zukünftige Arbeit zu finden, oder wenn sie
entscheidenden Lebensfragen gegenüberstehen, z. B.: „Muss ich jetzt für immer Single bleiben, wenn ich mich in den kulturübergreifenden Dienst rufen lasse?“, „Was, wenn meine Eltern nicht einverstanden sind, dass ich in die Mission gehe?“, „Gebe ich damit die Karriere meines Berufslebens auf?“
Ich fühle mit, denn ich habe diese und ähnliche Fragen vor 25 Jahren selber gehabt.
Trotz Widerständen …
Ich darf mich aber auch mitfreuen an jungen Menschen, die sich trotz dieser Umstände rufen lassen und mutig die ersten Schritte gehen – wie Caroline, die sich trotz
Pandemie und Ungewissheit nach Polen begibt, um betend einige Wochen das Missionsteam dort zu begleiten und Gott um Wegweisung zu bitten für Langzeitmission. Daran freue ich mich und feiere mit ihr die Freude, an dem weltweiten Auftrag Gottes mitzuwirken.
Ich wünsche mir einen neuen Missionseifer in Deutschland, der es angehenden Missionaren erleichtert, zu Gottes Ehre diesen Weg zu gehen.
