Mitgefühl in Freud und Leid
Mission hat ganz verschiedene Facetten und eine davon ist sicherlich, Mitgefühl in Freud und Leid füreinander zu entwickeln. Ja, ich glaube, das kann oder muss man lernen.
Vor allem bedeutet es, mitzubeten und den anderen zu ermutigen, wenn es bei ihm nicht so gut läuft.
Jesus sagt nicht umsonst: „Achtet einander höher als euch selbst.“ Wie schön, dass wir das als Arbeiter im Reich Gottes lernen dürfen. Wir sitzen alle in einem Boot und es gibt keine Konkurrenz, weil Jesus uns entsprechend der Gaben einsetzt. Auch sind die Aufgabenbereiche und Orte ganz verschieden, so dass ein Vergleichen eh schwer wird.
Für mich persönlich empfinde ich dieses erfahrene Mitgefühl von anderen auch als besonderes Geschenk. Mein besonderer Dank gilt vor allem meinem Beter- und Freundeskreis sprich euch, dem Leserkreis. Wie oft bin ich, gerade wenn es eben nicht so rund lief, ermutigt worden. Ihr standet bis heute hinter mir in Freud und Leid. Und das alleine zählt! Nicht die Erfolge oder Misserfolge. Gemein-sam lassen wir uns in der Missionsarbeit von Jesus einsetzen. Und ich möchte auch so eine sein, die echtes Mitgefühl für andere hat und von Herzen sich mitfreuen und mitleiden kann.
Noch einen kleinen Einblick in die jetzige Situation: Für Japan gilt immer noch ein allgemeines Einreiseverbot, mit gewissen Ausnahmen; da gehöre ich aber nicht dazu, sodass ich noch warten muss. Deshalb habe ich online die Verbindung zu meinen Geschwistern in Fukushima aufgenommen und stehe nun zu regelmäßigen Zeiten mit Bibelstunden und Frauenseelsorge zur Verfügung. Das ist überraschend gut angelaufen und ich sehe das als eine neue Chance, gerade in der Corona-Zeit, sich gegenseitig zu stärken und für einander da zu sein. Für mich ein wichtiges Zeichen des Mitgefühls.
