Mitgefühl in der Member-Care-Arbeit
Das Thema Mitgefühl dieser Ausgabe lässt mir buchstäblich keine andere Wahl, als mich einzureihen in die Reihen der Missionarsautoren. Denn wenn es in meiner Member- Care-Arbeit nicht genau darum geht, in welcher Arbeit dann?
Suche ich im Internet ähnliche Worte für Mitgefühl, kommen als Ergebnis interessante und in meinen Augen positive Begriffe wie Einfühlungsgabe, Herz, Mitempfinden, Sympathie … Denke ich selber über „Mitgefühl“ nach, dann beziehe ich es allerdings schnell auf negative Situationen und Begebenheiten, in denen in mir Mitgefühl aufkommt oder ich Mitgefühl erfahre(n möchte).
Mitgefühl in egal welcher Situation
Ich darf mich freuen – und mitfühlen –, wenn andere sich freuen. Schon ein Sprichwort sagt: „Geteilte Freude ist doppelte Freude.“ Aber auch in den schwierigeren Zeiten meines Lebens und gerade dann hilft es mir, wenn ich Mitgefühl erfahre. Denn die andere Seite der Medaille, die Fortsetzung des Sprichworts lautet: „… geteiltes Leid ist halbes Leid.“ Mitgefühl wird zum Mittragen. Mitgefühl schafft Linderung.
Mit Gefühl meine Arbeit machen
In meiner Arbeit möchte ich mit-fühlend sein, aber auch mit viel Gefühl handeln. Es ist nicht immer leicht, genau zu wissen, wann was dran ist. In Gesprächen ringe ich um Antworten. Wann spreche ich eine Person an, wann lieber (noch) nicht? Wann ist es Zeit, aktiv zu werden, und wann, einfach nur zur Verfügung zu stehen?
Wie gut, einen Gott und Vater zu haben, der Weisheit gibt und mir zu jeder Zeit zur Seite steht! Diese Gewissheit hilft mir, in der Member-Care-Arbeit zu stehen, und trägt durch unsichere und einschränkende Zeiten – und sogar durch eine Pandemie.
