Mit Gott im Winter
Soeben liegt unser Heimatdienst hinter uns; eine Zeit, die wir, wie vorgesehen, in Deutschland verbringen und nutzen, um administrative oder medizinische Notwendigkeiten zu erledigen und Kontakte zu pflegen. Manchmal sagt man auch „Heimaturlaub“, aber mit Urlaub hat diese Zeit in unserem Heimatland recht wenig zu tun. Es ist mitunter die anstrengendste Zeit in unserem Dienst in der Mission.
Zunächst ist da die Reise nach Deutschland. Für etwa drei Monate muss alles Wichtige gepackt und mitgenommen werden. Hoffentlich vergisst man auch nichts. Für die Fahrt von Schottland nach Bremen mit Auto und Fähre brauchen wir knapp 30 Stunden. Natürlich muss vor der Abfahrt dafür gesorgt werden, dass die Wohnung in Schottland für drei Monate leer stehen kann. Da heißt es: Kühl- und Gefrierschrank leeren, die Blumen bei den Nachbarn unterbringen und dafür sorgen, dass von Zeit zu Zeit jemand nach der Post schaut.
Nachdem wir Termine schon im Vorfeld angefragt haben, geht es gleich nach unserer Ankunft in Deutschland los. Wir berichten in Gemeinden, Hauskreisen und bei persönlichen Besuchen von unserem Missionsalltag, von der Arbeit für Radio HCJB und von unseren Aufgaben bei Crescent Project („Brücken bauen für Muslime“) . Für die vielen Begegnungen mit lieben Geschwistern sind wir sehr dankbar. Besonders ich, Horst, danke dem Herrn, dass auch die Predigtdienste in verschiedenen Gemeinden gut liefen.
Es ist zwar nicht so vorgesehen, aber ein Teil der Arbeit, die wir von Schottland aus tun, geht hier in Deutschland weiter. Die Radiosendungen müssen stets aktuell produziert werden, und als sich die Gelegenheit bot, unterrichteten wir einen Kurs „Brücken bauen“.
Ansonsten sind während des Heimatdienstes viele Termine bei Behörden zu erledigen. Und wenn man schon einmal in Deutschland ist, stehen auch einige Arztbesuche an, denn in Großbritannien haben wir nur eingeschränkten Zugang zu Fachärzten wie Orthopäden, Gynäkologen oder Hautärzten.
Auch sind wir sehr froh, Verwandte besuchen zu können. Einer unserer drei Söhne wohnt mit seiner Familie in Deutschland und natürlich möchten wir einander sehen. Auch meine Geschwister freuen sich über einen Besuch von uns. Und schon ist die Zeit vorbei.
In den Monaten Januar und Februar hatten wir mit den winterlichen Bedingungen zu kämpfen. An einigen Tagen ging in Bremen nichts mehr. Wir kamen nicht weg, oder die Autofahrten waren herausfordernd. Wir danken Gott von Herzen für alle Bewahrung.
Und nun freuen wir uns auf die Rückkehr nach Schottland und auf den Wiedereinstieg in unseren Dienst. Einige Termine stehen schon fest in unserer Gemeinde vor Ort. Unser Hauskreis kann wieder weitergehen, und auf weitere Anfragen nach „Brücken bauen“-Seminaren in Schottland wie in Deutschland möchten wir schnell reagieren.
Besonders freuen wir uns auf die Fortsetzung der Kontakte mit Menschen, die Jesus noch nicht kennen. Wir beten zu Gott, dass er sie vorbereiten möge und wir tiefe Gespräche über den Glauben fortsetzen können.
Bitte betet mit, dass noch viele Menschen zum Glauben kommen und dass Gott uns weiterhin zu seiner Ehre gebrauchen möge.
Gebetsanliegen
- Bitte betet für unsere Arbeit.
- Bitte betet, dass Menschen zum Glauben kommen.
- Bitte betet für neue Unterstützer unserer Arbeit.
