Mit den Grenzen des Lebens konfrontiert
Tanja stammt aus der Region um Kiew; ihre Eltern und Verwandten leben noch immer dort. Zu Beginn des Krieges kam sie Anfang 2022 nach Kroatien. Gemeinsam mit weiteren Flüchtlingen – zumeist Frauen und Kindern – wurde sie in unserem Jugendgästehaus in Poleve aufgenommen. Dort fanden sie und ihre Tochter für zwei Jahre eine vorläufige Heimat.
Niemand wusste, wie lange der Krieg dauern würde. Im Gästehaus konnten sie einen kleinen Garten anlegen. Freizeiten für die Mütter und Kinder aus der Ukraine fanden ebenfalls dort statt. Inzwischen haben sie kleine Wohnungen gefunden, die Sprache gelernt und Schritte der Integration unternommen.
Doch unsere Begegnung im Februar 2026 ist zugleich ein schmerzlicher Rückblick auf vier Jahre Krieg und Leid. Im Winter 2025/2026 herrschten bei ihren Eltern nahe Kiew über Wochen hinweg Temperaturen von minus 15 bis minus 20 Grad, oft verbunden mit Stromausfällen. Der Alltag ist hart, und die Menschen dort hoffen auf den Frühling.
Die tägliche Ungewissheit, wie es weitergehen wird, prägt den Alltag.
Tanja war im September 2023 beim Konzert von Katharina und ihrer kroatischen Band dabei, bei dem Katharinas neue CD mit vertonten Bibeltexten vorgestellt wurde. Dazu sagt sie:
Der vertonte Psalm 23 ist mein Lieblingslied. Er ermutigt mich im Alltag und in den Herausforderungen, in denen wir stehen. Die Texte und Lieder geben mir Kraft.“
Tanja aus der Ukraine
Wir sind dankbar, dass Tanja bei uns Fuß fassen konnte. Kurz nach ihrer Ankunft fand sie an unserer Schule eine Arbeitsstelle. Mit ihrer freundlichen Art hat sie viele Herzen gewonnen. In ihrer Freizeit hat sie die Cafeteria gestrichen und mit ihren Bastelarbeiten geschmückt.
Wir beten und hoffen, dass in all dem Dunkel Jesus und seine Wirklichkeit im Leben der Menschen erfahrbar werden.
