Mein Ding – oder Gottes Ding?
Anna war schon zwei Jahre auf der Bibelschule, als Gott damit anfing, ihre Idee von einem Leben als Missionarin auf den Kopf zu stellen. Sie hatte sich selbst in der Aufgabe gesehen, den Ärmsten der Armen zu dienen und sich um bedürftige Menschen zu kümmern. Das war „ihr Ding“! Und sie war überzeugt davon, dass die Bibel die Idee vom Single-Missionar unterstützt. Im dritten Jahr ihrer Bibelschulausbildung legte Gott ihr jedoch ganz klar aufs Herz zu heiraten.
Für Anna war das eine Kehrtwende – weg von dem, wovon sie bisher überzeugt gewesen war. Und es dauerte eine Weile, bis sie durch Gebet und Bibelstudium ihre Zweifel ausgeräumt hatte. Tja und dann war da auch schon der Mann, den Gott ihr sehr deutlich über den Weg schickte …
Nach rot kommt grün
Bei mir war das anders. Für mich war klar: Wenn ich in die Mission gehe, brauche ich eine Frau – und Gott gab mir Anna. Ich mache mir nicht so viel aus roten Ampeln, denn meistens kommt nach einer Weile auch wieder grün und es kann weitergehen. So war es beispielsweise auch, als mir meine Farbsehschwäche einen Strich durch die Rechnung zu machen drohte und ich in Europa als „nicht flugtauglich“ eingestuft wurde.
Wenn Gott zum Ziel kommt
Heute bin ich Hubschrauberpilot mit Berufslizenz und 500 Stunden Flugerfahrung. Zurzeit absolviere ich in den USA eine Ausbildung zum Hubschraubermechaniker. Gott machte mich auf die Helimission aufmerksam, die genau so jemanden sucht. Bald werden wir hoffentlich mit unseren Vorbereitungen fertig sein, um mit der Helimission den Ärmsten der Armen zu dienen.
Gottes Wege sind so unglaublich viel größer und erhabener als unsere! Weil Anna und ich uns gewünscht haben, dass Gottes Größe über unserem Leben steht, haben wir bei unserer Hochzeit Jesaja 55,9 als unseren Trauvers gewählt: „Sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“
