Licht und Schatten am Amazonas

Seit dem 10. August sind wir in Manausam Amazonas, um mit dem Klinikschiff „Serguem Silva“ zu arbeiten. Wer meint, bei so einem Neustart laufe alles glatt, täuscht sich. Selbst das flache Amazonasbecken hat erstaunlich viele Hügel.

Während ich diese Zeilen schreibe, sind wir schon sechs Wochen in einem Gästezimmer im Hangar untergebracht, da unsere Wohnungssuche sich schwierig gestaltet. Häuser bzw.
Wohnungen haben wir schon viele angeschaut, aber die sind entweder ungeeignet oder einfach zu teuer.

Schwierige Wohnungssuche

Kürzlich wurde uns das „ideale Haus“ angeboten, ganz in der Nähe unserer Basis, und wir freuten uns darauf, Ende September umziehen zu dürfen. Der Traum platzte aber schon wenige Tage später und wir suchen weiter.Auch das Klinikschiff, das seit Juni 2021 in Parintins im Einsatz war, haben wir bis Ende September noch nicht gesehen, weil die Prozesse alle viel zu langsam laufen: die Dokumentation, die Umschreibung in die Kategorie Sportboot, Wartungsarbeiten usw., der Außenbordmotor des Beiboots wurde gestohlen und musste noch vor der Überführung Ende September ersetzt werden – aber bis Ihr diesen Beitrag lest, ist wahrscheinlich alles erledigt und auch die für Mitte November geplante Klinikaktion hier am Puraquequara-See liegt dann hinter uns.

Wartend, aber nicht untätig

Die Zeit des Wartens war jedoch gut gefüllt mit anderen Aktivitäten, so betreuten und versorgten wir hier auf der Basis einige Gäste von auswärts. Unser betagtes Auto war mit vielen Mängeln über zwei Wochen lang in der Werkstatt, jetzt hält es hoffentlich noch einige Jahre durch. Im August reisten wir mit Kollegen zu einem Einsatz am Araras-See (siehe Foto). In Manaus nahmen wir mit einem Stand an einer Missionskonferenz teil. Im September verbrachte Rosirene einige Tage in Goiânia, um sich um ihre Mutter zu kümmern, die umgezogen ist. Christoph sollte nun auch schon den brasilianischen Sportbootführerschein haben, mit dem er das Klinikschiff nach erfolgter Umregistrierung führen darf. Es geht also doch einiges voran.

Wir sind jedenfalls dankbar, hier in Manaus zu sein, und freuen uns trotz mancher Verzögerungen auf unsere Arbeit mit dem Klinikschiff.

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