Licht der Hoffnung

Lighthouse, Licht der Hoffnung

Am Freitagnachmittag saß ich im Eingangsraum von “Lighthouse”. Stimmengewirr, Kinderlachen, leises Weinen. Eine Mutter nach der anderen erzählte mir ihre persönliche Geschichte. In diesem Moment wurde mir so klar: Das hier ist wirklich mehr als nur ein Lern- und Beratungszentrum. Es ist ein Ort, an dem Menschen eine lebensverändernde Begegnung mit dem Licht von Jesus Christus haben – ein Ort, an dem die Liebe Gottes spürbar wird und bereits zerbrochene Hoffnung neu auflebt.

An diesem Tag kamen fünf neue Familien – zusätzlich zu denen, die regelmäßig Hilfe suchen. Jede brachte ihre eigene Geschichte mit. Manche Augen blickten müde und erschöpft, doch in ihnen flackerte die leise Hoffnung, dass sich etwas ändern könnte.

Stimmen der Hoffnung

Bis 19.30 Uhr hörte ich zu, schaute hin, fühlte mit, beantwortete Fragen. Und obwohl ich am Ende erschöpft und innerlich tief bewegt war, überwog etwas anderes: die Freude darüber, dass jede dieser Familien hier individuelle Hilfe erfährt – sei es schulisch, emotional, geistig oder geistlich. Es gibt Hoffnung, denn wo das Licht Jesu leuchtet, muss Dunkelheit weichen.

Es gibt Hoffnung, denn wo das Licht Jesu leuchtet, muss Dunkelheit weichen.

Da war Carina, alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Sie arbeitet als Haushaltshilfe, ihr Einkommen reicht kaum zum Leben. Unterstützung vom Staat oder vom Vater der Kinder gibt es keine. Umso dankbarer ist sie, dass ihre Kinder hier gefördert werden – etwas, was sie sich sonst niemals leisten könnte.

Cecilia kam mit ihrem Enkel José. Der Vater ist wegen Drogenproblemen in einer Entzugseinrichtung, die Mutter kümmert sich kaum um ihn. José zeigt schwere Verhaltensauffälligkeiten – Wutanfälle, Zerstörung – und Cecilia ist am Ende ihrer Kraft. Umso größer ist ihre Erleichterung, hier Hilfe zu finden, auch ohne finanzielle Mittel.

Maria erzählte, dass ihre Tochter bereits die vierte Klasse besucht, aber immer noch nicht lesen und schreiben kann. Sie sprach leise, fast schüchtern – doch in ihrer Stimme lag Dankbarkeit: dafür, dass ihre Tochter endlich die Förderung bekommt, die sie so dringend braucht.

Und Clara – sie kam mit ihrem Kind zu einem Beratungstermin. Später erzählte sie, wie wohltuend die Atmosphäre im “Lighthouse” für sie war. Besonders beeindruckte sie die positive Energie, die von der Psychopädagogin Dorina ausging.

Dort, wo Hoffnung wächst

Viele dieser Familien leben in Armut. Bildung oder therapeutische Unterstützung bleiben für sie unerreichbar. Schätzungen zufolge benötigen rund zwei Drittel der Kinder hier in der Umgebung gezielte Förderung. Doch die Not reicht oft tiefer: zerrüttete Familienverhältnisse, emotionale Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch gehören für viele zum Alltag.

Und genau hier – mitten in dieser Dunkelheit – leuchtet “Lighthouse”: ein Ort der Hoffnung, an dem Kinder, Mütter und Familien Heilung erfahren; ein Ort, an dem sie entdecken, was es heißt, gesehen zu werden und angenommen und geliebt zu sein.

Unser Herz schlägt dafür, noch viele weitere Familien zu erreichen, Hoffnung zu bringen, Heilung zu ermöglichen – und sie zu befähigen, selbst zu Lichtträgern in ihrem Umfeld zu werden.

Lasst uns gemeinsam Licht sein – dort, wo es so dringend gebraucht wird.

Gebetsanliegen

  • dass jede Person, die “Lighthouse” betritt, Heilung erfährt und eine lebensverändernde Begegnung mit dem Licht von Jesus Christus hat
  • Weisheit für alle Mitarbeitenden und dass sie ein Kanal der Liebe Gottes sind
  • ausreichende finanzielle Mittel, damit noch viele weitere Familien Heilung, Förderung und Wachstum erleben dürfen
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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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