Lebenslänglich hinter Gittern …

… und doch haben sie Grund weiterzuleben. Heute erzählten mir drei, die mit mir gerade das Jüngerschaftsprogramm abgeschlossen haben, dass sie eine gewaltige Gebetserhörung erleben: Nachmittags sollen sie nun Hofgang bekommen. Das war ihnen schon seit Jahren verwehrt geblieben. Anrecht hätten sie. Andere schrieben bis zu 50 Beschwerden pro Tag, aber nichts half. Nur Gebet. Das Gebet von Mördern, die höchstwahrscheinlich bis zum letzten Atemzug hier sitzen werden. Woher nehmen sie die Kraft
und die tägliche Hoffnung? Allein Gott schenkt sie ihnen.

Mit einem Schmunzeln im Gesicht verrieten sie mir, dass ich ihre lang ersehnte Gebetserhörung bin. Deswegen weiß ich, dass mein Dienst im Gefängnis, wo ich im Sommer einmal in der Woche hinfahre und rund sechs Stunden mit verschiedenen Leuten verbringe, ein Dienst ist, den Gott gebraucht. Wie er ihn gebraucht, weiß ich nicht. Aber da lasse ich mich gerne überraschen.

Herausforderung Gemeindearbeit

Die Gemeindearbeit, gerade nach der Pandemie, ist gar nicht so leicht. Manche kommen nur zögerlich in den Gottesdienst, manche gar nicht. Mit einem Ehepaar sind wir seelsorgerlich im Gespräch, weil sie miteinander nicht mehr klarkommen.

Warum machen wir dennoch weiter? Weil Gott uns durch sein Wort ständig wieder neu ermutigt und Hoffnung gibt. Und diese Hoffnung dürfen wir an andere weitergeben. Denn wir stützen unseren Dienst auf Gottes wunderbares Erbarmen.

Was trägt?

Und dann lässt Gott uns auch immer wieder wunderbare Momente erleben: dass die Arbeit fruchtet, neue Menschen in die Gemeinde kommen, Menschen sich taufen lassen, dass sie
ermutigt werden, weiter den Weg mit Jesus zu gehen und gottgefällige Entscheidungen zu treffen. Das treibt an.

Was uns auch immer wieder stark ermutigt, sind die Reaktionen einiger Unterstützer, die uns bekunden: Wir stehen hinter euch mit Anteilnahme, Geben und Beten. Das trägt.

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