Konsequent geliebt
Total überzeugt davon, das Richtige zu tun, beschlossen wir, nach Deutschland zurückzugehen und unsere Zelte in Peru abzubrechen. Ich (Waldemar) hatte nur noch Angst – Angst, einem meiner Lieben könnte etwas zustoßen – und suchte Gründe für meine Entscheidung.
Ich hatte aufgehört, an Gottes Liebe zu glauben
Theologisch nicht. Auf keinen Fall! Ich habe über Gottes Liebe gepredigt und würde sie jederzeit vertreten – aber im Alltag schlich sich der Gedanke ein, dass Gott mir ein Übel zustoßen lassen könnte, etwas, was ich nicht will. In dem Wissen, dass Gott souverän ist und Leid zulassen kann, wo er will, nahm ich zunehmend die Zügel selbst in die Hand und versuchte, mein Leben und das meiner Familie selbst zu lenken. Ich vergaß völlig, dass alle Pläne Gottes für seine Kinder von tiefster Liebe bewegt sind.
Unbewusst begann ich zu glauben, dass Gott vielleicht doch nicht die beste Absicht mit mir hat. Mein Sohn wurde krank, während ich ein Stammesdorf besuchte. Ich bat Gott um Heilung, aber mein Sohn blieb noch eine Weile krank – und so beschloss ich die Rückkehr. Die vielen Beweggründe und Gedanken dazu würden hier zu weit führen.
Wieder zu Hause, hatte ich Zeit, alles zu reflektieren – und erkannte mehr und mehr, wie wenig ich doch Gottes Liebe in meinem Leben verstehe! Ich durfte Vergebung erfahren und erkennen: Gott ist ein Gott, der seine Nachfolger konsequent liebt. Auch wenn ich diese Liebe nicht immer erwidert habe; doch wo wir versagen, da hält uns Gottes Gnade umso fester.
Gebetsanliegen
- Wegweisung für die nächsten Schritte und den Mut,
sie zu gehen - Kraft, trotz der Umstände die Freude in Jesus zu suchen
