Kinder, ein (Hinderungs-)Grund für die Mission?
„Ich habe heute eine Deutschklausur zurückbekommen […] und das ist einfach eine 1-. Ist ziemlich krass!“ So beschreibt ein Missionarskind einen schulischen Erfolg nach seiner Rückkehr nach Deutschland. Drei Jahre haben er und seine Eltern in Peru gelebt.
Eine Umfrage unter ehemaligen Missionarsfamilien von Diospi ergab, dass sich über 90 % der Kinder nach der Rückkehr in ihr Heimatland schulisch zufriedenstellend, gut oder sogar sehr gut entwickelt haben.
Ein großartiges Ergebnis, da die schulische Entwicklung der Kinder oft ein Grund für Missionarsfamilien ist, wieder nach Deutschland zurückzukehren oder gar nicht erst in die Auslandsmission zu gehen. Das soll allen Mut machen, die wegen der Schulbildung ihrer Kinder an ihrem Ruf zur Mission zweifeln. In sieben Jahren Auslandsmission haben wir sehr viele Missionarsfamilien mit insgesamt über 100 Kindern kennengelernt. Und wir können klar feststellen: Wenn Gott Familien beruft, dann beruft er alle Familienmitglieder, besonders die Kinder, und kümmert sich um sie.
Ein großer Schatz
Wichtiger als die schulische Entwicklung ist der große Schatz an interkulturellen Erfahrungen. Einblicke in andere Kulturen oder Geschmäcker und das Zeugnis der Eltern, die im Dienst Gottes stehen dürfen, sind unbezahlbar. Diese Erfahrungen beinhalten Höhen und Tiefen, Zeiten der Freude und der Verzweiflung. Kinder lernen insbesondere an und von ihren Eltern, was es bedeutet, Gott praktisch zu vertrauen.
Eigene Kinder zu haben, ist kein Hindernis, um in die (Auslands-)Mission zu gehen – sondern ein Grund mehr, Gottes Ruf zu folgen, sich in seinen Dienst zu stellen und sein Evangelium zu verkünden.
