Jugendliche erleben Jesus
Als Familie in der Mission glauben wir, dass Kurzzeiteinsätze wichtig sind – nicht nur für unseren Dienst vor Ort, sondern auch für das Leben derer, die zu uns kommen und uns unterstützen. Bevor wir vollzeitlich in die Mission gingen, hatten auch Delia und ich das Privileg, an mehreren Kurzzeiteinsätzen teilzunehmen; die haben uns in unserem Glaubensweg sehr ermutigt.
Erst letzten Monat war eine Jugendgruppe aus unserer Heimatgemeinde (USA) bei uns. Der Schwerpunkt der Woche war ein dreifacher: mit Jesus zusammen sein, wie Jesus werden und tun, was Jesus getan hat. Wir brachten ihnen die Grundlagen bei, wie man die Stimme Gottes erkennt, die Gute Nachricht weitergibt und für Kranke betet, und erlebten, wie 16- und 17-jährige das Gelernte in die Praxis umsetzten: bei einem Kidsevent, bei abendlichen Gottesdiensten, bei Haus-zu-Haus-Besuchen und sogar beim Spaß am Fluss. Jesus hat durch sie gerettet und geheilt, so wurde nach MS die volle Beweglichkeit wiedergewonnen, eine teilweise Ertaubung geheilt, ein Bandscheibenvorfall kam in Ordnung und vieles mehr.
Eines unserer schönsten Zeugnisse aus dieser Woche: Noah, ein Jugendlicher aus dem Team, stürzte beim Baden von einem Felsvorsprung; er landete direkt auf dem Ellbogen und hatte starke Schmerzen. Delia kümmerte sich um unsere Kinder; dennoch fragte sie ihn, ob schon jemand aus dem Team für ihn gebetet habe, worauf er antwortete: „Nein.“ – „Darf ich dir die Hände auflegen und um Heilung beten?“ Er stimmte zu. Delia betete – und Noah konnte es nicht glauben: Aller Schmerz im Ellbogen war weg! Er testete immer wieder, ob es auch wirklich so war. Sie dankten Gott für die Heilung, dann teilte Delia ihm einen Eindruck mit: „Ich habe das Gefühl, dass Gott dir durch diese Heilung zeigen will, dass er dich sieht.“ Nun begann Noah zu weinen; in der Nacht zuvor hatte er im Gebet mit Gott gerungen und das Gefühl gehabt, dass der Vater ihn nicht sah und nicht anhörte. Durch diesen Eindruck wurde ihm klar, dass Gott ihn doch hört und dass er ihm auf übernatürliche Weise geantwortet hatte. Unnötig zu sagen, dass er für den Rest des Tages sehr glücklich war!
Ein paar Stunden später hatte ich (Alex) dann endlich die Gelegenheit, für Jeff zu beten, einen jungen Erwachsenen aus Costa Rica, der seit fast acht Jahren schwere Schulterprobleme hatte. Seine Freundin hatte uns hartnäckig gebeten, ihm die Hände aufzulegen und um ein Wunder in seiner Schulter zu beten. Die Beweglichkeit war so eingeschränkt, dass er auf einer Seite keine schweren Gegenstände mehr über die Schulter heben konnte, was seine Berufstätigkeit sehr erschwerte. Ich hatte Noah schon ein paar Tage zuvor gefragt, ob er mit mir zusammen für Jeff beten würde, aber wir waren einfach nicht dazu gekommen. An genau dem Tag, an dem Noah geheilt wurde, öffnete der Herr ein Zeitfenster, in dem wir für Jeff beten konnten. Manche würden das einen „Zufall“ nennen; aber ich glaube, dass es Gottes Vorsehung war. Da Noah gerade selber geheilt worden war, war er voller Glauben, und gemeinsam beteten wir um die Heilung von Jeffs Schulter. Nachdem Noah im Namen Jesu das Wort der Heilung ausgesprochen hatte, testete Jeff es aus – und im Laufe der nächsten Gebete kehrte seine Beweglichkeit nach und nach zurück, bis er schließlich zum ersten Mal seit seinem 14. Lebensjahr den Arm wieder vollständig über dem Kopf bewegen konnte. Wir alle freuten uns über dieses Wunder und dankten dem Herrn.
So machte Noah eine neue Glaubenserfahrung mit Jesus, die wird seine Perspektive für immer verändern. – Dies ist nur eine Geschichte, wie die Kraft Gottes sich zeigt durch Teams, die sich dem anschließen, was Gott in Costa Rica und anderswo tut. Wir möchten euch ermutigen: Fragt den Herrn, wie auch ihr unserer Welt mit der Liebe Jesu dienen könnt.
