„Jesus war immer bei mir!“
Für viele Filipinos ist Jesus eine Holzfigur an einem Kreuz in einer Kirche. Dort geht man hin, um seine religiöse Pflicht zu erfüllen oder wenn man etwas braucht. Im täglichen Leben spielt Jesus keine Rolle.
Jesus im Herzen
Doch dann kommen da Leute, die behaupten, dass wir Jesus in unser Leben einladen und wiedergeboren werden müssen; so sagt es die Bibel. Wir bekommen nicht nur die Vergebung unserer Sünden, sondern auch die Zusage, ein neues, verändertes Leben führen zu können – ein Leben, das Jesus ehrt!
Allein im Krankenhaus …
Jullia (20) war ungewollt schwanger und ihr Freund hatte sie verlassen. Sie lebt mit ihrer Großfamilie in einem Armenviertel. Niemand hat ein Einkommen; man lebt von der Hand in den Mund. Ich lernte Jullia nach einem Suizid- und Abtreibungsversuch kennen und kümmerte mich um sie.
Ich vermittelte sie in eine christliche Geburtsklinik, wo sie jedoch leider nicht entbinden konnte, weil sie gefährlich hohen Blutdruck hatte und außerdem noch positiv auf Covid getestet wurde. Als das Testergebnis bekannt wurde, hat man sie sofort in ein anderes Krankenhaus verlegt und ließ auch ihre Mutter, die sie begleitet hatte, nicht mehr zu ihr. In der philippinischen Kultur ist es ein Ding der Unmöglichkeit, allein gelassen zu werden. Normalerweise übernehmen Familienangehörige rund um die Uhr die Grundpflege eines Kranken.
Aber jetzt war Jullia total allein in einem riesigen Krankenhausbetrieb, umgeben von lauter maskierten Menschen. Die Geburt wurde eingeleitet, weil sowohl sie als auch ihr Baby in Lebensgefahr schwebten. Jegliche Verbindung zur Außenwelt wurde abgeschnitten; drei Tage lange hörte ich nichts mehr von ihr.
… und doch nicht allein
Dann kam die Nachricht, dass sie einen Jungen mit Namen Zayn Smith geboren hat und dass es beiden gut geht. Das Baby wurde ihr sofort weggenommen und isoliert. Ganze zehn Tage hat es gedauert, bis sie ihr Baby zum ersten Mal im Arm halten konnte. Als ich Jullia hinterher fragte, wie sie die schlimme Zeit des Alleinseins erlebt hat, sagte sie: „Ich war nicht allein. Jesus war bei mir!”
Nur fünf Tage zuvor hatte ich Jullia zu Jesus führen können; sie hat Jesus in ihr Leben aufgenommen. Wie gut, dass sie so eine schreckliche und traumatische Zeit nicht allein durchstehen musste!
