Jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen

Das Naheliegendste sind unsere Familie und Freunde in Deutschland; wir sehen sie nur noch im Heimatdienst oder wenn sie uns in Peru besuchen. Das ist erst mal traurig. Spannend ist jedoch, dass diese (selteneren) Begegnungen automatisch intensiver sind und wir normalerweise dort weitermachen können, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. Die sozialen Medien und besonders Videoanrufe sind eine große Hilfe, um in Kontakt zu bleiben. Der Arbeitsalltag ist anders. Wir sind zwar als Spezialisten (Zahnärztin und Gefäßchirurg) ins Land gekommen und arbeiten auch in diesen Bereichen, doch ist unser Spektrum deutlich breiter, als es in Deutschland war, was herausfordernd und interessant zugleich ist.
In seinem Fachgebiet ist man häufig Einzelkämpfer und der nächste (peruanische) Kollege einige Autostunden entfernt, sodass man eine angefangene Operation zum Wohle des Patienten schon selbst zu Ende bringen muss. Aus Deutschland kennt man diese Art Verantwortung nicht in diesem Ausmaß – der Chefarzt oder ein Oberarztkollege ist ja nur einen Telefonanruf entfernt. Doch verschafft es auch eine ganz andere Befriedigung, wenn man mitten in den Anden den Patienten eine hochwertige medizinische Behandlung zukommen lassen kann.

Wir werden verändert


Über diese Konsequenz denkt man vorher nicht viel nach: Wir werden verändert. In einer anderen Kultur zu leben und eine andere Sprache zu sprechen, das geht nicht spurlos an einem vorüber. Wir würden sagen: zum Guten – aber das müssen andere bewerten. Letztlich hat Gott überall seine Leute und es macht Freude, Ihm in einer anderen Kultur zu dienen.

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Viele unserer Patientinnen und Patienten kommen aus abgelegenen Dörfern, oft nach stunden- oder tagelangen Wegen.
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