In Seinen Armen gehalten: Wenn der Aufbruch schmerzt

„Wann kommst du wieder?“ schreibt Danielas Freundin, eine junge Frau mit muslimischem Hintergrund. Die beiden lernten sich kennen, als Daniela gerade erst im Nahen Osten angekommen war. Durch gemeinsames Anis-Tee-Trinken und Youtube-Videos-Schauen vertiefte sich die Beziehung. Irgendwann wollte die junge Muslimin auch das haben, was Daniela hatte, und übergab ihr Leben Jesus.

Die ersten Jahre auf dem Missionsfeld gleichen einer Feuerprobe. Missionare aus Lateinamerika kehren oft nach kurzer Zeit entmutigt zurück. Auch Daniela hatte anfangs große Schwierigkeiten, doch ihr Gottvertrauen gab ihr die Kraft durchzuhalten. Bald lernte sie die Sprache und die Menschen dieses Landes lieben. Umso härter traf sie nach zwei Jahren die befürchtete Nachricht: Die Verlängerung ihres Visums war abgelehnt worden. Die junge peruanische Missionarin kehrte zurück nach Südamerika, zu ihrer Familie und Gemeinde. Niemand war glücklicher darüber als ihre alten Eltern. Zwar hatten sie Daniela ihren Segen für den Missionsdienst gegeben, doch bei jedem Telefonat schwang die Frage mit: Wann kommst du endlich wieder?

Herz im Nahen Osten - Tränen in Peru

Nach ihrer Rückkehr war Daniela im Auftrag ihrer Vereinigung ein Jahr lang im ganzen Land unterwegs, um in den verschiedenen Gemeinden Perus über Gottes Missionsauftrag zu sprechen. Am Ende war sie sehr erschöpft, denn gleichzeitig kümmerte sie sich auch um ihre Eltern, die beide schon um die 80 sind.

Seit Daniela unser Missionstrainingszentrum in Ecuador besuchte, kontaktiert sie mich öfter. Wir sprechen über Gottes Einladung zur Ruhe, über den Trennungsschmerz von Angehörigen, die Sehnsucht nach dem Missionsfeld und über Jesus, der unser Herz wachsen lässt, um verschiedene Welten umarmen zu können. Er hält uns in allem Schmerz fest in seinen Armen.

Beim Telefongespräch gestern erzählte Daniela von der neuen Chance, wieder in den Nahen Osten zurück zukehren: "Ich bin hin- und hergerissen zwischen Vorfreude und Angst. Wenn ich mit meinen Eltern über die bevorstehende Ausreise erzähle, fließen bittere Tränen – der Abschied zerreißt uns fast. Bitte schließe uns in deine Gebete ein!“

 

*Name geändert

Gebetsanliegen

Drei Hürden bremsen die Rückkehr von einheimischen Missionaren aufs Missionsfeld aus:

  • familiäre Verpflichtungen
  • unzureichende finanzielle Unterstützung
  • der Wunsch, selbst eine Familie zu gründen

 

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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