In Ewigkeit verbunden
Da saßen wir nun zusammen auf dem Fußboden der Holzhütte – hoch in den kalten Bergen Papuas, weit weg von den Küstenstädten, dem Internet und der Moderne. Honduen war noch ein Kind, als die Gute Nachricht zum ersten Mal in ihrem Dorf verkündet wurde. Das war 1961, und damals befand sich ihr Dorf noch buchstäblich in der Steinzeit.
Unsere Hintergründe und Lebenserfahrungen hätten also nicht unterschiedlicher sein können! Nichtsdestotrotz war da diese unbegreifliche Verbindung zwischen uns. Es war so schön, sich nach vier Jahren endlich wiederzusehen!
Gemeinschaft, die Sehnsucht weckt
Wir erzählten einander aus unserem Leben, lachten miteinander und teilten Gebetsanliegen. Was uns verband, war das tiefe Bewusstsein von Jesu Gegenwart, dass wir alle drei von Ihm erlöst worden waren und dass wir einmal in der Ewigkeit zusammen sein würden.
Der Abschied fiel selbstverständlich schwer. Es ist Gemeinschaft wie diese, die in uns die Sehnsucht nach der Ewigkeit wachsen lässt; wenn es keinen Abschied mehr geben muss und wir gemeinsam staunend in Gottes unmittelbarer Gegenwart leben dürfen. Darauf zu warten, ja nicht mehr abwarten zu können: Das ist es, was uns die Bibel als „hoffen“ beschreibt.
Eine Erinnerung an die Zukunft
Honduen lebt weiter in ihrem entlegenen Bergdorf, wo sie jeden Tag an den steilen Hängen mit den anderen Frauen die Gärten bestellt. Wir sind mittlerweile wieder zurück in Thailand im Alltag des Sprachelernens angekommen. Doch eins ist anders als zuvor: Sowohl ihre als auch unsere Hoffnung auf die Ewigkeit ist wieder ein Stück gewachsen. Hoffnung ist eine schöne Erinnerung an die noch viel schönere Zukunft.
