Immanuel – „Gott ist unter uns“

Es hatte angefangen zu dämmern. Ich war in der Küche und wollte  das Abendessen vorbereiten, da hörte ich es am Tor klopfen. Ich erwartete niemanden, so ging ich etwas nervös hin. Wer mochte das sein?

Es war Chilufia*. Er war ganz aufgelöst und frustriert. Was war passiert?

Nach einer kurzen Begrüßung begann Chilufia gleich zu erzählen, was er auf dem Herzen hatte: Er hatte ungewollt einen Fehler gemacht und deshalb gab es in der Nachbarschaft riesig Stunk. Wie konnten die anderen denn nur so reagieren? Das war nicht richtig und erst recht nicht christlich!

Ich setzte mich mit Chilufia auf die kleine Mauer neben unserem Tor und versuchte die Einzelheiten etwas klarer herauszufinden. Erst wollte er den eigenen Fehler nicht recht eingestehen, denn die anderen hatten ihn öffentlich beschimpft und beleidigt. Er hatte nichts erwidern können, da man älteren Leuten nicht die Stirn bieten darf; man muss einfach alles hinunterschlucken, auch wenn es falsch ist, was sie sagen. Was sollte er nun tun?

Im Inneren sprach ich ein Gebet und bat Gott um Weisheit für diese Situation.

Ich wollte Chilufia ein gutes und christliches Vorbild sein, von denen es hier nur wenige gibt. Unter anderem sprach ich davon, dass wir alle Sünder sind und Fehler machen, dass Gott uns aber trotzdem vergibt. Auch, dass wir den Ärger mit oder über jemand anderen abgeben dürfen und nicht darüber brüten sollten, da dies uns selbst und anderen nur schadet (Epheser 4,26–27).

Es war ein gutes Gespräch. Ich betete noch für ihn und er ging nach Hause mit Frieden im Herzen und dem Vorsatz, in den nächsten Tagen das Gespräch zu suchen mit der anderen Partei. So geschah es, dass nach einigen Tagen die beteiligten Personen ein Gespräch hatten, sich versöhnten und weiterhin gemeinsam zur Gemeinde kommen. Ich danke Gott dafür!

Immanuel, Jesus ist bei uns. Wenn wir ihn um Hilfe bitten, gibt er Rat. Er freut sich, uns in Höhen und Tiefen zur Seite zu stehen, uns zu trösten, zu ermutigen, zum Nachdenken anzuregen, und er freut sich, wenn wir ihm vertrauen. Wir sind froh, dass Yeshua – der Immanuel – jeden Tag mitten unter uns ist, hier in Sambia.

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unterwegs | Ausgabe 1/2025
„Lehrt“ – im griechischen Grundtext steht hier didasko , dieses Wort steht für Lehre, die auf Veränderung abzielt: Der Hörer soll nicht nur Wissen sammeln, sondern auch tun, was ihm gesagt worden ist. Zur echten Nachfolge Jesu anzuleiten, das ist eine unserer Aufgaben hier in Solwezi (Sambia).
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Update
Das Jahr 2024 ist fast vorbei und wir schauen mit dankbaren Herzen zurück auf all die Ereignisse und Erlebnisse, die wir dieses Jahr durchlaufen haben. Es war ein ereignisreiches Jahr und wir sind Gott dankbar für seine Führung, seinen Schutz und seine Wegweisung. Wie bei dem Gedicht “Spuren im Sand” können wir im Rückblick um so besser sehen, wo und wie uns Gott durch dieses Jahr getragen hat.
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Update
Das letzte Jahr hat ereignisreich aufgehört und mit der gleichen Intensität hat auch 2025 für uns wieder begonnen. Wir sind weiterhin mit vollem Eifer dabei und freuen uns jedes Mal, wenn wieder eine Projektetappe beendet ist. Im März durften wir zwei Freiwillige Helfer für zwei Wochen bei uns beherbergen. Sie hatten eine abenteuerliche und schöne Zeit hier im Nord-Westen Sambias. Wer sonst auch noch gerne mal afrikanische Luft schnuppern will oder Erfahrungen auf dem Missionsfeld machen möchte, ist herzlich willkommen, bei uns vorbeizuschauen.