Hoffnungsvoll – auch bei steigenden Mietpreisen
Was für ein Schock! Die Besitzerin des Hauses, in dem unsere Partnerorganisation „ETE-Peru“ ihr Büro und Materiallager unterhält, hat das Haus verkauft. Nachdem wir über Umwege von dem Verkauf erfuhren, erhielten wir dann endlich einen Brief, in dem unser Mietvertrag aufgekündigt wird. Wir haben zwei Monate Zeit, um etwas Neues zu suchen, zu mieten und mit unseren Studienmaterialien umzuziehen.
Und nicht nur das: ETE-Peru hat über zehn Jahre lang die aktuellen Räumlichkeiten mit einer anderen Organisation geteilt; diese Organisation muss auch raus. Leider ist deren Zukunft so ungewiss, dass sie beschlossen haben, nicht mehr mit uns zusammen zu mieten. Wir stehen vor der Herausforderung, etwas Neues zu finden und zu finanzieren und das alles inmitten steigender Mietpreise in Lima. Wie kann man da hoffnungsvoll sein?
Hoffnungsvoll – weil wir eine Geschichte mit Gott haben
Gott hat ETE-Peru in den vergangenen Jahren wunderbar durchgetragen, besonders durch die Pandemie: Wir haben sehr verantwortungsbewusste Mitarbeiter; wir konnten trotz langen Lockdowns die Miete sowie Gehälter und Löhne weiterzahlen und auch Gemeinden in der Krise unter die Arme greifen. Gott ist super-treu gewesen!
Um unseren Mitarbeitern zu dienen, sie zu segnen und zu beschützen, brauche ich (Dirk) selbst eine gehörige Portion Hoffnung. Unsere Mitarbeiter sehen die Berge, die Hürden, die Krise. Was kann ich in einer Institution beitragen, die für so viele Christen in Peru über so lange Zeit die einzige Möglichkeit war und ist, im Rahmen ihrer Ortsgemeinde ein fundiertes Bibelstudium zu bekommen? Ich kann an unsere Geschichte mit Gott erinnern.
Hoffnung als Denkweise
Jemand sagte mal, dass Gott größeres Interesse daran hat, meine Art zu Denken zu verändern als meine Umstände. Das ist leichter gesagt als getan: nicht aus Angst einen Rückzieher machen; angesichts von Krieg, Unsicherheit und steigenden Preisen nicht das Handtuch werfen und aufgeben. Gott war treu! Warum sollte er nicht weiterhin treu sein? Worauf bauen wir auch als ETE-Peru unsere Hoffnung?
Ich glaube mehr denn je, dass unser Handeln auch in diesen herausfordernden Zeiten ein Hoffnungszeichen sein kann, auch für die Gemeinden, denen wir in Peru dienen.
