Hoffnung wecken

Hoffnung kann unglaubliche Energien freisetzen! Ich las von einem Wissenschaftler namens Dr. Curt Paul Richter, der in den 1950er-Jahren einen Versuch gemacht hat, ob Ratten schwimmen können. Nach nur 15 Minuten gaben sie erschöpft auf und ertranken. Bei einem weiteren Versuch nahm er die Ratten nach ein paar Minuten für kurze Zeit raus
aus dem Becken und setzte sie dann wieder ins Wasser.

Erstaunlicherweise konnten die „kurz geretteten“ Ratten anschließend 60 Stunden schwimmen und sich über Wasser halten! Das war 240-mal länger als die Ratten, die nicht kurz gerettet wurden. Dr. Richter zog die Schlussfolgerung, dass das kurze Gerettet werden den Ratten Hoffnung gegeben hat. Und diese Hoffnung, noch einmal gerettet zu werden, hat ihnen Kraft zum Schwimmen gegeben!

Hoffnung schmecken

Auch Menschen können erstaunliche Kräfte entwickeln, wenn sie Hilfe, Aufmerksamkeit oder Zuwendung bekommen. So auch Shell (21): Sie wurde zum zweiten Mal schwanger und das mitten im Covid-Lockdown. Oder Julie (19), die noch zur Schule geht: Eine Welt brach für sie zusammen, als sie schwanger wurde und ihr Freund sie daraufhin im Stich ließ.

Ana (31) wurde zum fünften Mal schwanger. Ihr Mann war arbeitslos; sie mussten wegen familiärer Probleme umziehen und landeten in einem Armenviertel, in einer armseligen Hütte mit einem Loch im Dach, wo es immer reinregnete. Es gab kein fließendes Wasser. In einem schmutzigen Fluss mussten sie baden, Wäsche waschen und Trinkwasser holen.

Kleine Gesten, die Mut machen

Diesen Frauen konnte ich Wegbegleiterin werden und sie mit bescheidenen Mitteln unterstützen, ihnen Hoffnung geben. Bei Ana konnten wir sogar ein neues Dach anbringen
und haben sie an das städtische Wassernetz angeschlossen. Alle konnten ihre Babys in einer guten Umgebung auf die Welt bringen.

Wöchentliche Bibelarbeiten mit den Frauen und gemeinsam Feste zu feiern, wurden Highlights in ihrem mühsamen, trostlosen Alltag und geben Mut zum Weitermachen. Jetzt heißt es dranbleiben und den Samen des Wortes Gottes ausstreuen, denn nur mit Jesus gibt es Hoffnung auf ein anderes, besseres Leben.

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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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