Hoffnung in einem hoffnungslosen Umfeld?
Im Team gehen wir los, um Juana* zu besuchen. Sie hat früher auf der Straße gelebt, jetzt hat sie mit ihrer Familie ein Zimmer angemietet. Sie holt uns am Eingang ab und wir steigen eine steile Holztreppe hinauf, überall liegt Müll herum, es stinkt. Sie führt uns durch einen schmalen Gang in das hinterste Zimmer, vorbei an einem Wasserhahn, der allen Hausbewohnern für alles dient: Zähne putzen, waschen, spülen …
Im Gang sind Wäscheleinen gespannt und wir kämpfen uns zwischen trocknender Wäsche durch, vorbei an einer Frau, die da sitzt und gerade frühstückt. Im Zimmer sind der aktuelle Freund der Frau sowie ein paar ihrer Kinder und Enkel. Nicht alle wohnen in diesem Zimmer, sie sind aber oft da. Es gibt ein Stockbett, das sich alle teilen.
Gibt es hier überhaupt Hoffnung?
Das Leben hier ist nicht einfach. Im Haus leben viele solcher Familien auf engem Raum, seltsame Gestalten sind unterwegs und mittendrin viele Kinder. Während des Gesprächs lädt Juana uns ein, im Haus einen Kinderclub zu starten. Wir lassen uns darauf ein. Wir kommen wie verabredet, doch leider ist sie nicht da, das nächste Mal ist sie nicht erreichbar … aber ohne sie können wir nicht starten.
Beim dritten Versuch klappt es schließlich. Etwa 15 Kinder tummeln sich im Gang, ständig läuft jemand vorbei. Trotzdem erzählen wir eine Geschichte, spielen ein Spiel und lassen die Kinder ein Bild ausmalen. Auf Bänken, an der Wand – alles dient dazu, das Blatt auf einem festen Untergrund abzulegen.
Wie geht es weiter?
Gerne würden wir mit diesen Kindern eine regelmäßige Arbeit starten, denn gerade sie brauchen Hoffnung. Leider ist es aus mehreren Gründen im Moment nicht möglich. Aber wir beten weiter, dass wir oder andere Christen die Möglichkeit bekommen, den Kindern und ihren Familien von Jesus zu erzählen.
