Hoffnung im Alltag

„Endloses Hoffen macht das Herz krank; ein erfüllter Wunsch schenkt neue Lebensfreude.“ Sprüche 13,12  
 
Unser Büro ist in der Hauptstadt Asunción, von wo aus die Arbeit koordiniert wird; aber die eigentliche Arbeit geschieht überall dort, wo die Alphabetisierungsgruppen sich treffen. Bei den persönlichen Begegnungen mit den Schülern ist es immer wieder bewegend, etwas aus ihrem Leben zu erfahren.
 

Warum sind sie nicht zur Schule gegangen?

 
Die Gründe dafür sind vielseitig:
  • die Infrastruktur: Die Wege sind schlecht, die Gegenden sind abgelegen, der Weg zur Schule ist weit und manchmal sogar gefährlich.
  • die große Armut: Auch wenn die staatliche Schule kostenlos ist, müssen die Eltern Uniform und Material kaufen, und wenn man kaum zu essen hat, ist das zweitrangig.
  • Arbeitssuche: Viele Eltern sind oft umgezogen, die Kinder mussten immer wieder die Schule abbrechen.
  • Hausarbeit: Besonders Mädchen mussten zu Hause bleiben, um im Haushalt mitzuhelfen, sie mussten auf die Geschwister aufpassen oder sind früh schwanger geworden.

Was machen die Schüler nach dem Alphabetisierungsprogramm von Alfalit?

Viele Schüler entdecken in den drei Jahren, dass sie lernen können, und beschließen, weiter zu lernen.
  • Manche machen danach noch eine Ausbildung zur Friseurin, Schneiderin, Bäckerin … und haben dann die Möglichkeit, selbstständig ihr eigenes Einkommen zu verdienen.
  • Andere finden eine bessere Arbeitsstelle.
  • Oder sie setzen sich in ihrer Umgebung oder Gemeinde ein, um anderen zu helfen, oder werden selbst Alphabetisierungshelfer.
Oft ist Alfalit der erste Schritt, der ihnen Hoffnung gegeben hat und gezeigt hat, dass sie es doch schaffen können, das Versäumte nachzuholen; dass es noch nicht zu spät ist, ihrem
Leben eine neue Richtung zu geben.
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Hinweis: Die Beiträge von Missionaren sind persönliche Zeilen und geben nicht notwendigerweise die Meinung der VDM wieder.

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