Hoffnung heißt, trotzdem weiterzumachen

Seit Terror und Gewaltverbrechen in Nigeria so zugenommen haben, sind wir in unserem Dienst sehr eingeschränkt. Wir arbeiten sonst in abgelegenen Dörfern, wo man möglichen Kriminellen schutzlos ausgeliefert wäre.

Schon seit einiger Zeit meiden wir gewisse Gebiete und beschränken uns auch im Alltag auf notwendige Fahrten außer Haus. Mit den Verbrechen vermehrt sich auch der Hunger im Land, denn viele Bauern können aus Angst vor Übergriffen ihre Felder nicht mehr bebauen.

Christen haben Hoffnung

Es ist keine leichte Zeit – und trotzdem teilen wir mit vielen Landsleuten die Hoffnung, dass Nigeria bald wieder bessere Tage sehen darf. In den Gottesdiensten wird leidenschaftlich gebetet, insbesondere für die Präsidentschaftswahlen, die im nächsten Jahr anstehen. Von der nächsten Regierung erhoffen wir uns, dass sie endlich etwas
unternimmt, um die Sicherheitslage zu verbessern.

In diesen Zeiten, wo uns nur schlechte Nachrichten erreichen, ist es nur schwer vorstellbar, wie wir je unser Schulzentrum auf dem Land führen werden können. Doch während wir vorsichtig bleiben, kommen wir jeden Tag große Schritte voran.

Inzwischen stehen auf dem Gelände der Baobab-Initiative ein Wächter- und ein Lagerhaus. Ein Hochtank sorgt für fließendes Wasser aus dem Tiefbrunnen. Landwirtschaftliche Tätigkeiten haben begonnen, die ersten Bäume wurden gepflanzt; und wenn die nötigen Gelder vorhanden sind, wollen wir noch in diesem Jahr mit dem Bau der Grundschule beginnen.

Ibrahim hofft auf unsere Hilfe

Während alles konkreter wird, wächst auch die Hoffnung von Ibrahim*, unserem Wächter. Er lebt mit seiner Großfamilie auf dem Gelände, gibt darauf acht und gießt die Bäume. Alles, was er sich wünscht, ist, dass seine Kinder eines Tages in unsere Schule gehen können – das haben wir ihm versprochen.

Ibrahims Hoffnung hält auch unsere am Leben und hilft uns weiterzumachen, auch wenn uns die Gegenwart manches Mal verzagen lässt.

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